Damals
Zu den Titelaspiranten gelang der Nachwuchs der amtierenden Weltmeisterinnen bei dieser WM-Serie schon immer, allerdings reichte es erst ein Mal zum ganz großen Coup. In Thailand 2004 führten die mittlerweile längst im A-Team etablierten Simone Laudehr und Melanie Behringer die Deutschen zum Titel. Ansonsten musste man sich mit einem Viertelfinal-Ausscheiden sowie zwei dritten Plätzen – wie zuletzt in Chile 2008 – zufrieden geben.

Heute
Als WM-Gastgeber muss die Auswahl von Trainerin Maren Meinert natürlich als eines der Teams angesehen werden, die bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden werden. Allerdings schied der deutsche Nachwuchs bei der UEFA U-19-Frauen-EM 2009 in Belarus überraschend bereits nach der Gruppenphase aus. Die Ex-Nationalspielerin traut ihren Spielerinnen durchaus zu, mit attraktivem Fussball dank individueller und taktischer bis zum Turnierende dabei zu sein. Vom Potential her muss auch diese deutsche Generation zur globalen Elite gezählt werden.

Zukunft
„Wir dürfen diese Chance nicht verpassen“, sagt Meinert und hofft darauf, dass ihre Auswahl ein Jahr vor der FIFA Frauen-WM 2011 im eigenen Land mit begeisternden Auftritten bereits Euphorie entfachen kann. Angeführt von Spielmacher-Juwel Dzsenifer Marozsan, die bereits bei der FIFA U-17-Frauen-WM 2008 in Neuseeland mit dem Gewinn des Goldenen Schuhes von adidas auf sich aufmerksam machen konnte, und unterstützt vom Heim-Publikum könnte dieser Generation im Sommer der ganz große Durchbruch gelingen.

Zahlen und Fakten
Ehemalige Stars
Anja Mittag, Linda Bresonik (2002), Melanie Behringer, Simone Laudehr, Celia Okoyino da Mbabi (2004), Kim Kulig, Nicole Banecki (2008)

Schlüsselspielerinnen
Stefanie Mirlach (Abwehr), Marina Hegering (Mittelfeld), Dzsenifer Marozsan (Mittelfeld)

Statistik
3 – In drei von vier WM-Endrunden dieser Altersklasse verpasste Deutschland das Endspiel. Jedes Mal waren es die USA, an denen man scheiterte.