Zwei Tage vor dem Endspiel der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Papua-Neuguinea 2016 zwischen Korea DVR und Frankreich fand in Port Moresby eine Pressekonferenz statt, bei der man auf das dreiwöchige Turnier zurückblickte.

Mit dabei waren Sonia Bien-Aime, Vorsitzende des Organisationskomitees der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft und Mitglied des FIFA-Rates, Rebecca Smith, FIFA-Managerin für Frauenwettbewerbe, und Seamus Marten, Geschäftsführer des Lokalen Organisationskomitees (LOK) für Papua-Neuguinea 2016.

Zu den zentralen Diskussionsthemen zählten der Erfolg der FIFA U-20-Frauen-WM 2016 und das Vermächtnis dieses Turniers für Papua-Neuguinea.

FIFA.com wirft einen Blick auf die wichtigsten Punkte der Pressekonferenz.

Sonia Bien Aime
"Ich möchte der Regierung von Papua-Neuguinea meinen Dank für die Unterstützung des Frauenfussballs in diesem wunderschönen Land aussprechen und dem LOK für sein Engagement und seine harte Arbeit danken. Die Menschen in Papua-Neuguinea haben sich nicht nur als überaus freundlich und herzlich, sondern auch als großartige Gastgeber erwiesen. Für mich ist dieses Turnier ein voller Erfolg.

Es gab auch zahlreiche Kampagnen abseits der Spielfelder, die Mädchen und Frauen hoffentlich dazu ermutigen werden, Hürden zu überwinden und die Gewalt zu beenden. Ich hoffe wirklich, dass dieses Turnier ein Vermächtnis hinterlassen wird und dass jedes Mädchen, das gerne Fussball spielen möchte, dies auch tun kann. Es gab auch über 1.000 Freiwillige, die im Rahmen dieses Turniers geschult wurden und nunmehr in den Arbeitsmarkt integriert werden können, wodurch sehr viele Menschen von diesem Turnier profitiert haben."

Rebecca Smith
"Trotz mancher Herausforderungen kann ich sagen, dass das Turnier im Allgemeinen ein großer Erfolg war. Die Zuschauer waren fantastisch, und die teilnehmenden Mannschaften gaben äußerst positive Rückmeldungen und können viele positive Erfahrungen aus Papua-Neuguinea mitnehmen. Es war eine der am besten besuchten Veranstaltungen, die wir jemals durchgeführt haben – nicht nur hinsichtlich der Zahlen, sondern auch hinsichtlich der Stimmung in den Stadien. Die Zuschauer haben alle Teams angefeuert, und die Erfahrung für die Fans und die Mannschaften war einfach großartig.

Es war eine großartige Infrastruktur vorhanden, und wir hoffen, dass diese dem Land als Vermächtnis erhalten bleibt und dass die zukünftige Frauenliga in diesem Land ein Erfolg sein wird. Das PNG Football Stadium wurde von ausschließlich weiblichem Veranstaltungspersonal betrieben – das hat es bei einer Weltmeisterschaft noch nie gegeben. Ich hoffe, dass diese Spielstätte dem Fussballverband PNGFA und dem Frauenfussball erhalten bleibt. Es wird auch ein Instandhaltungsprogramm für Spielfelder geben, was ebenfalls ein bedeutsames Vermächtnis darstellt."

Seamus Marten
"Unser Land kann sehr stolz sein – stolz auf die Stadt Port Moresby, stolz auf die Fussballgemeinde des Fussballverbandes von Papua-Neuguinea und auch stolz auf alle Menschen, von den Arbeitskräften bis hin zu den Zuschauern. Wir haben Papua-Neuguinea von seiner besten Seite gezeigt. Ich weiß, dass die Mannschaften und Fans schöne Erinnerungen an das Land und das Turnier mitnehmen werden.

Port Moresby hat nun reine Fussballstadien, die es früher nicht gegeben hat. Diese Entwicklung wurde durch die zahlreichen Programme möglich. Vor und während des Turniers gab es beispielsweise das FIFA-Programm Live Your Goals. und es fanden Mini-Fussballprogramme im ganzen Land statt, die in erster Linie darauf abzielten, junge Mädchen für den Fussballsport zu begeistern. Darüber hinaus gab es zahlreiche andere FIFA-Projekte, wie etwa die Einrichtung von Akademien, von denen eine in Kimbe eigens dem Frauenfussball gewidmet ist.

Doch damit nicht genug: Unser Beschäftigungsprogramm verfolgte die einzigartige Strategie, eine Gruppe von benachteiligten Jugendlichen zu finden und diese zu schulen und für den Arbeitsmarkt fit zu machen. Abseits des Platzes gibt es daher ebenfalls ein wertvolles Vermächtnis.

Dieser magische Moment, als [Papua-Neuguinea-Stürmerin] Nicollete [Ageva] das Tor erzielte... jeder wollte, dass es passiert. Das war der Moment des Turniers. Ich denke, wir haben eine ganze Generation inspiriert."