Parkett oder Rasen? Flügelspielerin oder Stürmerin? Futsal oder Fussball? All diese Fragen gilt es für die brasilianische Stürmerin Duda zu beantworten. Ballgewandten Spielerinnen wie ihr stehen viele Wege offen. Bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Papua-Neuguinea 2016 scheint sie nun Antworten auf all diese Fragen zu finden.

"Ich glaube, ich mag Fussball und Futsal einfach gleich gern. Man hat gewisse Vorteile, wenn man beides schon gespielt hat, und hier fällt es mir leicht, Elemente einzusetzen, die beim Futsal an der Tagesordnung sind. Zum Beispiel eine enge Ballführung, das Ausdribbeln von Gegenspielerinnen, schnelle Sprints über die Flanken", erklärt die Spielerin mit der Rückennummer neun im Gespräch mit FIFA.com. Sie erzielte das erste Tor der Canarinha in diesem Wettbewerb. 

Vor genau vier Monaten gewann die Angreiferin in Paraguay mit ihrem Team als beste Torschützin (sieben Treffer) die U-20-Südamerikameisterschaft im Futsal. Heute ist sie beim Weltturnier der Rasenvariante dabei. Die Brasilianerinnen setzten sich zum Auftakt der WM in Papua-Neuguinea deutlich mit 9:0 gegen die Gastgeberinnen durch, doch dann trübte eine 2:4-Niederlage im zweiten Spiel gegen die DVR Korea das Bild. 

Widrigkeiten und zukünftige Herausforderungen
Gegen Schweden ging es dann um den Einzug ins Viertelfinale. Nach einem frühen Treffer von Stina Blackstenius sah es zunächst nicht gut aus. "Das war ein sehr schwieriges Spiel gegen einen kniffligen Gegner, der gut gespielt hat. Doch trotz der widrigen Umstände, mit denen wir anfangs konfrontiert waren, ist es uns gelungen, ein wertvolles Unentschieden herauszuspielen, mit dem wir uns für die nächste Runde qualifiziert haben", meint sie mit Blick auf das 1:1 gegen die bereits ausgeschiedenen Europäerinnen.

Am selben Nachmittag unterlag Spanien gegen Nigeria. Daher setzte sich Japan nach einem Kantersieg gegen Kanada vor der Rojita an die Tabellenspitze der Gruppe A und ist nun der nächste Gegner der Brasilianerinnen. 

"Wir wussten bereits, dass wir auf einen schwierigen Gegner treffen würden. Wie wir im Turnierverlauf sehen konnten, ist das eine sehr gute Mannschaft, die schwer zu besiegen ist. Trotzdem müssen wir uns unabhängig von den Fähigkeiten des Gegners vorbereiten. Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute hoch konzentriert sein, um unser Spiel durchzubringen und keine Fehler zu machen. Wir hoffen, dass wir als Sieger aus der Partie hervorgehen", erklärt sie im Hinblick auf die Partie, die am 24. November im National Football Stadium in Port Moresby stattfindet.

Möglicherweise findet die brasilianische Nachwuchsspielerin hier endlich Antworten auf die eingangs gestellten Fragen. Glücklicherweise wurde ihr Aufenthalt in Papua-Neuguinea durch die guten Auftritte der Canarinha verlängert, sodass sie ihr Talent weiterhin zur Schau stellen kann. Vielleicht gelingen ihr gegen Japan ja weitere Tore, die ihr bei der Zukunftsplanung helfen.