Das Team aus Neuseeland ist das beste Beispiel dafür, dass man sich von einer Niederlage die Stimmung nicht vermiesen lassen muss. In ihrem ersten Gruppenspiel der FIFA U-20-Frauen Weltmeisterschaft in der Gruppe B verloren die Junior Football Ferns unglücklich gegen Schweden mit 1:2.
"Nach dem Spiel gegen Schweden war die Stimmung im Team schon ziemlich düster, aber heute ist sie wieder fantastisch", so Neuseelands Verteidigerin Chelsey Wood im Gespräch mit FIFA.com. "Jeder ist auf dem richtigen Weg und fokussiert. Wir haben in unserem Team gerade erst einen großen Tanzwettbewerb und Singsang veranstaltet. Wir sind bereit für Freitag."
Chelsey ist sich sicher, dass die Kiwis bei dieser U-20-Frauen-WM noch viel erreichen können. "Wir glauben daran, dass wir gegen Korea DVR gewinnen können und eine gute Chance haben, noch sechs Punkte zu holen." In der nächsten Partie wartet mit der DVR Korea jedoch ein schwerer Brocken. Kein Grund für Chelsey, sich ängstlich zu zeigen. "Wir haben uns in den letzten Monaten sehr gut auf das Turnier und unsere Gegner vorbereitet. Ich denke, wir wissen ganz gut, was wir im Spiel gegen Korea DVR zu erwarten haben und können mit einer guten Strategie aufwarten."
Eine Familie mit vielen Talenten
In der Familie Wood ist Chelsey nicht das einzige Talent. Ihr jüngerer Bruder stand im Kader Neuseelands für die FIFA WM 2010 in Südafrika. In ihrer Gruppe kassierten die All Whites keine Niederlage und verfehlten nur knapp den Einzug in die nächste Runde. "Ich bin mir nicht sicher, ob das Fussballtalent bei uns in der Familie liegt - meine Mutter und mein Vater sind definitiv keine Fussballer", analysierte Chelsey lachend.
Die 20-Jährige kann voll und ganz auf ihren "kleinen" Bruder bauen, der zum ersten Spiel der Kiwis extra nach Deutschland gereist war. "Mein Bruder ist eine große Unterstützung für mich. Gerade erst gestern hat er mich angerufen, um mir seine Hilfe anzubieten. Ich kann mich jederzeit an ihn wenden, wenn ich einen Rat brauchen sollte, oder von ihm wissen möchte, wie ich bestimmte Dinge besser machen kann. Er hat unser erstes Spiel gesehen und es ist wirklich gut zu wissen, dass ich jederzeit auf ihn zählen kann - vor allem mit all den Erfahrungen die er bereits sammeln konnte."
Bei den nächsten Gruppenspielen wird Chris Wood allerdings nicht im Publikum sitzen. "Mein Bruder war zum ersten Spiel in Deutschland und ist erst gestern noch Hause geflogen, da er wieder mit dem Training beginnt. Ich bin mir aber sicher, dass er noch einmal nach Deutschland kommen wird, falls wir länger im Turnier bleiben sollten."
Ein Hattrick für Rosie
Dabei setzt das Team auch auf Vollblutstürmerin Rosie White. "Rosie ist ganz klar eine unserer Schlüsselspielerinnen. Meiner Meinung nach konnte sie in den früheren Turnieren jede Menge Erfahrungen sammeln. Sie weiß, dass die Mannschaft sie unterstützt. Bei der letzten U-20- und U-17-WM ist ihr jeweils ein Hattrick gelungen. Ich hoffe, sie kann das für uns bei dieser WM wiederholen", so die sympathische Neuseeländerin im Interview mit FIFA.com.
Mit diesem Wunsch steht sie sicherlich nicht alleine da. In Neuseeland wird man den U-20-Juniorinnen fest die Daumen drücken. Denn dort hofft man, dass die Fussballparty noch lange weitergeht und Chris Wood noch einmal die Reise nach Deutschland antreten wird.

