Japan ist mit einem beeindruckenden 2:0-Erfolg gegen Kanada in die FIFA U-20-Frauen-WM 2008 in Chile gestartet und hat damit bewiesen, ein harter Gegner für das deutsche Team im Kampf um den Sieg in der Gruppe C zu sein. In La Florida/Santiago stellten Michi Goto und Asuna Tanaka mit ihren Treffern den Sieg gegen den Meister der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone.
Vor dem beeindruckenden Panorama der Anden übernahmen die Asiatinnen im Estadio Municipal de la Florida von Beginn an die Initiative. Dank eines gepflegten Kombinationsspiels setzten sie die Nordamerikanerinnen mächtig unter Druck und kamen zu zahlreichen Distanzschüssen. Eine Viertelstunde dauerte es, bis die Kanadierin Karla Schacher erstmals für Gefahr vor dem japanischen Gehäuse sorgte, als sie nach einem Getümmel am schnellsten reagierte und einfach abzog, doch der Ball knapp über die Querlatte flog.
Japan zeigte sich auf der Gegenseite als das effizientere Ziel, denn nach 28 Minuten setzte Kie Koyama mit einem feinen Pass Michi Goto in Szene, die keine Mühe hatte, alleinstehend vor McNulty zur Führung ins lange Eck einzuschieben. Nur zwölf Minuten später konnte Norio Sasakis Team sogar auf 2:0 erhöhen, als Asuna Tanaka nach feinem Querpass von Goto nur noch einschieben musste.
Nach dem Seitenwechsel wurde Kanada stärker, schließlich wusste das mit dem Rücken zur Wand stehende Team von Ian Brigde, dass nun nur noch ein Offensivfeuerwerk die Auftaktniederlage verhindern könnte. Die Ostasiatinnen blieben jedoch weiterhin bei fast jedem Angriff gefährlich und suchten immer wieder den Torabschluss.
In der 63. Minute hätte Japan den Sack zu machen müssen, als Goto nach einem misslungenen Klärungsversuch von der kanadischen Verteidigerin Taryne Boudreau aus acht Metern freistehend abzog, jedoch an McNulty scheiterte. Ebenso fahrlässig zeigten sich die Nordamerikanerinnen, die nach 71 Minuten noch einmal zurück ins Spiel hätten finden können, als Julie Armstrong alleine vor Shiori Kobayashi auftauchte, doch die Stürmerin fand in der japanischen Torfrau ihren Meister.


