Frankreich hat Argentinien im letzten Spiel der Gruppe B dank eines Doppelschlags von Eugene Le Sommer mit 3:1 geschlagen, nachdem man zur Halbzeit noch mit 0:1 zurücklag. Damit gelang dem Team von Stéphane Pilard an diesem Mittwoch in La Florida/Santiago der Einzug ins Viertelfinale der FIFA U-20-Frauen-WM 2008.
Dank ihrer physischen Überlegenheit sowie ihres präziseren Pass-Spiels konnten die Europäerinnen die Partie von der ersten Minute an dominieren. Nur Torfrau Guadelupe Calello hatte es Argentinien zu verdanken, dass man nicht in Rückstand geriet, denn die 18-Jährige von River Plate rettete gleich mehrmals in höchster Not gegen die alleine vor ihr auftauchenden Julie Machart und Charlotte Loze. Zudem verfehlten Frankreichs Offensivstars Le Sommer und Marie-Laure Delie bei aussichtsreichen Chancen nur knapp das gegnerische Gehäuse.
Für die mangelnde Torausbeute wurden Pilards Akteurinnen bitter bestraft. Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff kamen die Argentinierinnen, bei denen bis dahin nur Spielmacherin Maria Potassa in Einzelaktionen glänzen konnte, zu ihrer ersten und einzigen Chance der ersten Hälfte, die Florencia Jaimes per Kopf nach einer perfekten Freistoß-Hereingabe von Carina Nunez zum 1:0 verwerten konnte.
In der Pause reagierte Pilard und brachte Mittelfeldspielerin Marine Pervier für Torjägerin Delie. Doch statt nun Druck zu machen, erlaubten die nervösen Französinnen den Argentinierinnen, immer besser ins Spiel zu kommen. Erst nach 65 Minuten konnte das Team aus Europa wieder einen Akzent setzen, und was für einen: Loze setzte sich auf dem rechten Flügel durch und flankte maßgenau in die Mitte, wo Le Sommer mit einem spektakulären Volleyschuss aus vollem Lauf zum Ausgleich traf.
Die französische Nummer zehn hatte jedoch noch nicht genug. In der 80. Minute wurde Le Sommer von Melissa Plaza in Szene gesetzt, tauchte alleinstehend vor der herauslaufenden Calello auf und hob das Leder ohne Mühe über die Keeperin hinweg zum 2:1 in die Maschen, um zur Matchwinnerin auf Seiten Frankreichs zu avancieren. In der Nachspielzeit erhöhte Machart nach einem Eckball und einem Getümmel im argentinischen Strafraum sogar noch auf 3:1, um den Endstand perfekt zu machen.

