
Vergangenheit
Die Elfenbeinküste ist 2013 in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum vierten Mal bei der WM dieser Altersklasse vertreten. Bei ihrem Turnierdebüt 1987 stießen die Ivorer bis ins Halbfinale vor, das sie allerdings gegen die Sowjetunion verloren. Das anschließende Spiel um Platz drei gegen Italien gewannen sie jedoch. Danach dauerte es volle 18 Jahre, bis sie erneut bei der Endrunde dabei waren. 2005 in Peru war allerdings nach der Gruppenphase Schluss, da die Elfenbeinküste nur einen Punkt aus einem Remis gegen die USA holen konnte.
Vor zwei Jahren in Mexiko schließlich landeten die jungen Ivorer hinter Brasilien auf Platz zwei ihrer Gruppe und schieden dann im Achtelfinale gegen Frankreich aus. Mit Souleymane Coulibaly hatten sie allerdings den besten Torjäger des Turniers in ihren Reihen. Der Stürmer, der nach dem Turnier von Tottenham Hotspur verpflichtet wurde, brachte es in vier Spielen auf sage und schreibe neun Tore.
Gegenwart
Nach der Endrundenteilnahme in Mexiko wollten die jungen Ivorer bei der CAF U-17-Afrika-Meisterschaft in Marokko unbedingt unter den ersten Vier landen, um sich erneut für die WM-Endrunde zu qualifizieren. Allerdings hatten die Schützlinge von Trainer Ibrahim Kamara es nicht leicht, denn sie landeten in einer enorm starken Gruppe mit Ghana und Nigeria. Im Auftaktspiel gegen Kongo gelang den Ivorern ein Unentschieden. Die folgende Partie gegen Nigeria konnten sie knapp mit 1:0 gewinnen. Damit reichte im letzten Gruppenspiel gegen Ghana ein Unentschieden zum Einzug in die K.o.-Runde als Gruppenzweiter hinter den Golden Eaglets. Im Halbfinale gegen Marokko feierten sie einen Sieg gegen Marokko und sicherten sich dann im Finale im Elfmeterschießen mit 5:4 gegen Nigeria erstmals den Titel.
Zukunft
Die Ivorer bauen nicht in erster Linie auf einen starken Sturm, sondern setzen auf eine solide Defensive. In den fünf Spielen erzielten sie ebenso viele Tore, ließen allerdings nur drei Gegentreffer zu. Insbesondere Torhüter Aboubakar Diabagate und Verteidiger Franck Kessie zeigten herausragende Leistungen. Dogbole Niangbo erzielte den wichtigen Siegtreffer gegen Nigeria und traf dann erneut im Halbfinale. Kapitän Kessie unterstrich, die Mannschaft sei so erfolgreich gewesen, weil sie als echtes Kollektiv gespielt habe. Er lobte zudem die Unterstützung seitens der Funktionäre. "Beim Afrikanischen Nationen-Pokal hat man sich sehr gut um uns gekümmert. Wir wünschen uns, dass dies auch bei der WM der Fall sein wird. Wir werden hart arbeiten um unsere Chancen zu nutzen. Auf die WM müssen wir uns ganz besonders intensiv vorbereiten, da sie auf einem anderen Niveau stattfindet. Wir werden jedenfalls nicht in die Vereinigten Arabischen Emirate fahren, um dort nur das Teilnehmerfeld abzurunden."
