
Damals
Die Vereinigten Staaten sind die einzige Nation, die sich für alle bisherigen FIFA U‑17‑Weltmeisterschaften seit deren erstmaliger Austragung im Jahr 1985 in China qualifizieren konnte. Mit Schwerpunkt auf der Jugendarbeit und der gesamten Organisation schuf der U.S.-amerikanische Fussballverband mit Vollzeit-Trainingslagern zur Ausbildung der Nachwuchsspieler eine regelrechte Dynastie auf Juniorenebene. Ihr bislang bestes Abschneiden bei diesem Wettbewerb feierten die Amerikaner 1999 in Neuseeland. Dort landeten sie mit den heutigen Leistungsträgern der A-Nationalmannschaft Landon Donovan und DaMarcus Beasley in ihren Reihen auf dem vierten Platz, nachdem sie ihr Halbfinale nur denkbar knapp im Elfmeterschießen verloren hatten. Bei den letzten zwei Auflagen des Turniers schieden die Stars and Stripes jeweils im Achtelfinale gegen europäische Gegner aus.
Heute
An der amerikanischen Seitenlinie steht zum zweiten Mal in Folge bei einer FIFA U‑17‑Weltmeisterschaft der ehemalige kolumbianische Nationalspieler und WM-Teilnehmer Wilmer Cabrera. Unter ihm wollen die U.S.-Amerikaner ihre Erfolge aus der CONCACAF-Zone nun auf die Weltbühne übertragen. Im Qualifikationsturnier in Montego Bay (Jamaika) zeigten die Amerikaner eine spektakuläre Leistung und gewannen alle fünf Spiele. Im packenden Finale setzten sie sich erst in der Verlängerung gegen den Nachbarn Kanada durch. Trainer Cabrera ließ seine Schützlinge in den fünf Partien des Qualifikationswettbewerbs in vier verschiedenen Formationen antreten. Die Amerikaner erzielten in ihren fünf Spielen zwölf Tore bei nur drei Gegentreffern.
Zukunft
Die USA treten als Sieger des kontinentalen Qualifikationsturniers in Mexiko an, wo Trainer Cabrera gleich mehrere herausragende Akteure zur Verfügung hat. So führen Marc Pelosi und Andrew Souders mit großer Abgeklärtheit Regie in der Abwehr. Der Angriff ist mit den brandgefährlichen Stürmern Andrew Oliver und Alfred Koroma nicht weniger hochklassig besetzt. Damit verfügen die USA bei der FIFA U‑17‑Weltmeisterschaft im Juni und Juli über ein sehr starkes Mannschaftsgerüst. "Wir wollten beim Qualifikationsturnier zeigen, was wir leisten können und wir haben es zur WM geschafft", so Cabrera. "Ich bin stolz auf die Jungs und ihren Erfolg. Wenn man fünf Partien spielt und alle gewinnt dann zeigt das, dass man einen guten Job gemacht und stark trainiert hat."
