• Sharifi debütierte im Alter von 16 Jahren als Profi
  • Er avancierte zum jüngsten iranischen Spieler, der je in der AFC Champions League spielte
  • Die iranische Auswahl wird erneut in Margao spielen

Zahlen spielen eine wichtige Rolle im Fussball und es scheint, als ob die 16 die Lieblingszahl von Mohammad Sharifi ist. Auf jedem Fall hat sie ihm im letzten Jahr Glück gebracht. Nun hofft der Mittelfeldspieler, dass dies auch in diesem Jahr so bleibt.

2016 war ein außergewöhnliches Jahr für Sharifi. Er führte die U-16-Auswahl zur FIFA U-17-Weltmeisterschaft und debütierte im Alter von 16 Jahren in der iranischen Profiliga. Am elften Spieltag wurde er für Esteghlal in der Partie gegen Mashhad eingewechselt.

Im Exklusiv-Interview mit FIFA.com sprach Sharifi über sein erstes Spiel als Profi. "Es ist für jeden Spieler ein großes Ereignis, in der Profiliga zu debütieren. Ich werde diesen Tag nie vergessen. Ich war sehr froh darüber, dass mir der Trainer das Vertrauen aussprach."

"Ich hatte von Beginn an große Ziele und habe sie nie aus dem Blick verloren. Ich musste hart für diesen Erfolg arbeiten."

Nur wenige Monate später kam für Sharifi ein weiterer denkwürdiger Moment. Er wurde zum jüngsten iranischen Spieler, der je in der AFC Champions League eingesetzt wurde, als er beim 1:1-Unentschieden seines Team gegen Lekhwiya aus Katar am dritten Spieltag zum Einsatz kam - neun Tage vor seinem 17. Geburtstag.

Sharifi genießt diesen Rekord aber mit Vorsicht. "Es ist schön, der jüngste iranische Spieler zu sein, der an diesem Wettbewerb teilnimmt. Doch wichtiger als die Zahlen sind für mich Kontinuität, Weiterentwicklung und technische Klasse."

Erinnerungen und Ziele
Auf dem Weg zum Ruhm wird Sharifi im kommenden Oktober erneut einen wichtigen Schritt nach vorne machen, wenn er mit der Nationalmannschaft die FIFA U-17-Weltmeisterschaft in Indien bestreitet. Es ist die vierte Teilnahme der Iraner an diesem Wettbewerb.

Der Mittelfeldspieler kann es kaum erwarten, wieder in das Land zurückzukehren, an das er schöne Erinnerungen hat. "Die U-16-Asienmeisterschaft ist sehr gut gelaufen. Wir sind Zweiter geworden und konnten uns somit für die WM qualifizieren. Auch ich selbst habe sehr gute Spiele gemacht."

Sharifi und die iranische Auswahl werden in Indien sogar an den Ort zurückkehren, den sie vor einem Jahr verlassen haben. Sie werden im Fatorda-Stadion von Margao im Bundesstaat Goa auf Deutschland, Costa Rica und Guinea treffen. In der gleichen Arena brillierten sie im vergangenen Jahr bei der kontinentalen Meisterschaft.

"Dass wir nach Indien und nach Goa zurückkehren, ist für alle Spieler eine tolle Nachricht", sagt Sharifi. "Wir haben seit unserer Qualifikation sehr gute Erinnerungen an diesen Ort. Wir freuen uns, Asien bei dieser WM zu vertreten, die außerdem in einem asiatischen Land stattfindet."

"Es ist super, dass wir in einem Stadion spielen, das wir schon kennen. Doch obwohl ich hoffe, dass uns dieser Spielort Glück bringt, müssen wir auf die Qualität der Spieler und nicht nur auf das Glück bauen, um gute Ergebnisse zu erzielen."

Zwei Monate vor Beginn des großen Turniers verrät Sharifi, der seine Elfmeter gerne wie Steven Gerrard schießt, seine Ziele mit der Mannschaft. "Es ist wichtig für uns, als Team erfolgreich zu sein und unser bestes Niveau zu erreichen. Ich freue mich, weil Indien 2017 eine tolle Chance für mich und für alle Spieler ist, auf sich aufmerksam zu machen und das Interesse der europäischen Klubs zu wecken."

Sollte dies gelingen, könnte der Monat Oktober die Zahl 16 im Herzen von Sharifi als Glücksbringer ablösen.