• Paul Stalteri spielte als Verteidiger für Werder Bremen und Tottenham Hotspur und ist heute Kanadas U-17-Auswahltrainer
  • Kanada bereitet sich derzeit wie elf weitere Teams auf die CONCACAF U-17-Meisterschaft 2017 in Panama vor
  • Bei dem Turnier werden die vier CONCACAF-Teilnehmer an der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Indien 2017 ermittelt

Für die Ausbildung junger, ambitionierter Fussballer sind ehemalige Spieler, die ihre Erfahrung weitergeben, ein wichtiger Faktor. Paul Stalteri ist nach seiner erfolgreichen Karriere in Europa heute Trainer der U-17-Auswahl Kanadas und will seinen ambitionierten Schützlingen so viel wie möglich seiner wertvollen Erfahrung vermitteln.

Als Verteidiger gewann er mit Werder Bremen in der Saison 2003/04 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Dann wechselte er zu Tottenham Hotspur in die englische Premier League. In der Liste der kanadischen Rekordnationalspieler rangiert Stalteri mit 84 Einsätzen auf Platz zwei. Im Jahr 2000 gewann er mit Kanada den CONCACAF Gold Cup.

Es gibt nicht viele derart erfahrene kanadische Spieler. Entsprechend wertvoll sind Stalteris Erfahrungen für die Youngster in seiner U-17-Auswahl. "Die Zeit seit dem Ende meiner Spielerkarriere war großartig", so der 39-Jährige in einem Interview mit FIFA.com. "Ich bin schon seit der Altersstufe U-15 dabei und kenne diese Gruppe daher sehr gut. Schließlich habe ich die Spieler alle schon im Alter von 14, 15 Jahren gesehen. Ich glaube nicht, dass wir in dieser Zeit irgendeinen guten Spieler im Land übersehen haben. Das ist schon eine gute Bilanz."

Nun muss sich zeigen, wie erfolgreich Stalteris Arbeit tatsächlich war, denn Kanada nimmt ab diesem Wochenende in Panama an der CONCACAF U-17-Meisterschaft 2017 teil. Das Turnier vom 21. April bis 7. Mai fungiert auch als Qualifikationswettbewerb für die FIFA U-17-Weltmeisterschaft Indien 2017.

"Die Nachwuchs-Nationalmannschaften dienen in erster Linie dazu, junge Spieler zu fördern und ihnen den Einstieg in eine Profilaufbahn sowie den Sprung in die kanadische A-Nationalmannschaft zu ermöglichen", so Salteri. "Dafür ist es natürlich sehr wichtig, Spiele auf höchstem Niveau zu absolvieren und so viel Erfahrung wie möglich auf CONCACAF-Ebene und in anderen Länderspielen zu sammeln. Wir wollen in Panama erfolgreich abschneiden und uns für die U-17-WM qualifizieren."

Die Zeit seit dem Ende meiner Spielerkarriere war großartig.

Der Weg nach Indien
Kanada ist eines von zwölf Teams, die beim Qualifikationsturnier in Panama in drei Gruppen um die vier CONCACAF-Startplätze für Indien 2017 konkurrieren werden. Die beiden besten Teams der drei Gruppen ziehen in die Qualifikationsrunde ein. Hier spielen sie in zwei Gruppen, aus denen sich jeweils die zwei besten Mannschaften für die FIFA U-17-Weltmeisterschaft qualifizieren.

Die Auslosung der Gruppen verspricht einige interessante Duelle. So trifft Gastgeber Panama in Gruppe A auf den mittelamerikanischen Rivalen Honduras und auf die beiden karibischen Vertreter Curacao und Haiti. "Wir haben bereits in Panama gegen Panama gespielt. Das ist ein sehr gutes Team mit sehr athletischen Spielern", so Stalteri. "In den letzten fünf, zehn Jahren haben sie mit ihrem Nachwuchsprogramm enorme Fortschritte gemacht. Man braucht sich nur einmal die A-Nationalmannschaft anzusehen um zu erkennen, was für ein schwerer Gegner Panama ist. Ich habe auch Haiti beobachtet. Die Mannschaft spielt gut strukturiert und lässt erkennen, dass die Spieler schon recht lange zusammen spielen."

Die größte Herausforderung für Stalteris kanadische Schützlinge in Gruppe B dürfte das Team von Costa Rica sein, doch auch Kuba und Suriname wollen den Kanadiern das Leben schwer machen. "Wahrscheinlich sehen alle Costa Rica als schwersten Gegner, doch da wäre eben auch noch Kuba, das die Finalrunde der Karibik-Qualifikation erreicht hat", so Stalteri. "Auch dieser gut organisierte Gegner wird für uns eine harte Nuss."

Auch Gruppe C verspricht interessante Partien. Der zweifache Meister und Titelverteidiger Mexiko trifft hier auf den Erzrivalen USA, das mittelamerikanische Team aus El Salvador sowie auf den karibischen Vertreter Jamaika. "Wir haben in jüngerer Vergangenheit gegen drei dieser vier Teams Freundschaftsspiele bestritten. Ich verrate bestimmt kein Geheimnis wenn ich sage, dass die USA und Mexiko wohl die klaren Favoriten sind", so Stalteris Einschätzung. "In diese zwei Mannschaften werden sehr viele Ressourcen investiert und ich gehe davon aus, dass beide den Sprung aus der Gruppe schaffen. Aber in einer solchen Gruppe weiß man nie, was in den Spielen tatsächlich passiert.