• Weah erzielte beim 5:0-Sieg der USA gegen Paraguay einen Hattrick
  • Der PSG-Youngster freut sich besonders über sein spektakuläres zweites Tor
  • Der Stürmer will die Stars and Stripes bis ins Finale zu führen

Als es wirklich darauf ankam, war Tim Weah zur Stelle und führte die USA mit einer Glanzleistung ins Viertelfinale der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Indien 2017.

Mit seinem Hattrick gegen Paraguay trug er in New Delhi maßgeblich zum 5:0-Kantersieg der Stars and Stripes bei. Mit einem solch klaren Resultat hatte nach den starken Auftritten der Südamerikaner in der Gruppenphase kaum jemand gerechnet.

Mit seinem ersten Treffer brachte Weah die USA auf die Siegerstraße, doch insbesondere der zweite Treffer des Youngsters von Paris Saint-Germain im letzten Spiel des Turniers im Jawaharlal Nehru Stadium wird den Fans noch lange in Erinnerung bleiben. Sein perfekter Rechtsschuss hat sicher Chancen, zum schönsten Tor des Turniers gewählt zu werden.

 

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FIFA.com sprach nach dem Kantersieg am Montag mit dem Hattrick-Schützen um zu erfahren, wie viel ihm und seinem Team dieses Resultat bedeutet.

Was haben Sie empfunden, als Sie dieses spektakuläre zweite Tor erzielt haben?
"Zuerst wusste ich gar nicht, was ich tun sollte. Ich war einfach völlig überwältigt. Das war so ein Schuss, bei dem man draufhält und hofft, dass er aufs Tor geht. Aber mir war schon klar, dass ich den Ball ziemlich perfekt getroffen hatte und ich dachte: 'Wow, was für ein Glück, ausgerechnet bei einer WM ein solch fantastisches Tor zu erzielen.’ Ich spürte das Blut durch meine Adern rauschen und bin einfach ausgeflippt. Ich war unglaublich glücklich und stolz auf meine Teamkameraden. Das sieht man ja auch beim Torjubel."

Hatten Sie sich vorgenommen, gegen Paraguay eine solch fantastische Leistung zu zeigen?
"Ich hatte mit meinen Eltern gesprochen. Sie meinten, ich sollte einfach drauflos spielen. Ich hatte das Gefühl, dass mein persönlicher WM-Auftakt nicht so toll war. Daher wollte ich meinem Team nun unbedingt zum Sieg verhelfen. Ich kam mit genau der richtigen Entschlossenheit und dem Erfolgshunger aufs Feld. Ich wollte den Sieg! Ich habe meinen Job erledigt und drei Tore erzielt. Eigentlich bin ich schon ziemlich stolz auf mich."

Haben Sie und Ihre Teamkameraden vor dem Spiel darüber gesprochen, dass es in den K.o.-Spielen wirklich darauf ankommt?
"Wir spüren durchaus eine große Verantwortung auf unseren Schultern, denn wir wollten uns als erstes U.S.-Team seit 19 Jahren für ein Viertelfinale [einer WM] qualifizieren. Das ist eine ziemlich große Sache. Dass unsere A-Nationalmannschaft in der Qualifikation für Russland 2018 gescheitert ist, hat uns natürlich etwas runtergezogen. Aber wir haben uns vorgenommen, für unser Land zu siegen. Das hatten wir uns für heute fest vorgenommen. Wir haben ein ziemlich perfektes Spiel gezeigt und ich bin sehr stolz auf die Jungs und unseren bisherigen Erfolg. Jetzt müssen wir im Viertelfinale genau so weiter machen."

Sie haben gesagt, dass Sie nach Indien gekommen sind, um den Titel zu holen. Im Viertelfinale treffen Sie nun auf England oder Japan. Glauben Sie, dass die USA bei diesem Turnier tatsächlich triumphieren werden?
"Nach dem heutigen Spiel bin ich sicher, dass wir absolut das Zeug dazu haben, es ins Finale zu schaffen. Und egal, ob wir nun auf England oder Japan treffen - ich weiß, dass dieses Team den Kampf und jede Herausforderung annehmen wird. Wir sind Amerikaner. Wir geben niemals auf. Wir hängen uns rein. Ich bin sicher, dass die Jungs in den nächsten Spielen entschlossen zu Werke gehen und wir den Job erledigen werden."