• USA bereiten sich auf das letzte Gruppenspiel  gegen Kolumbien vor
  • Nach dem Scheitern der Senioren in der Qualifikation für Russland 2018 will die U-17-Auswahl für positive Schlagzeilen sorgen
  • Hackworth: "Das ist einfach eine ganz besondere Gruppe"

Als die Spieler der U.S.-amerikanischen U-17-Auswahl in Navi Mumbai erwachten, um in die Vorbereitung auf das letzten Gruppenspiel bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft am Donnerstag gegen Kolumbien zu starten, wartete eine schlechte Nachricht auf sie.

Am dramatischen letzten Spieltag der CONCACAF-WM-Qualifikation hatte die A-Nationalmannschaft der Stars and Stripes in Trinidad und Tobago eine unerwartete Niederlage kassiert. Da Honduras und Panama gleichzeitig ihre Heimspiele gewannen, werden die USA 2018 in Russland nicht dabei sein.

Die U.S.-Boys in Indien wollen sich nun voll und ganz darauf konzentrieren, den Fans in der Heimat wieder Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu machen. Bislang verläuft aus Sicht der USA alles nach Plan. Das Team startete mit zwei Siegen gegen Gastgeber Indien und Ghana in New Delhi in das Turnier. Damit ist der Einzug ins Achtelfinale bereits sicher. Nun will man sich mit einem guten Resultat gegen Kolumbien auch den Gruppensieg sichern.

"Das war von Anfang an unser Plan", so U.S.-Trainer John Hackworth im Gespräch mit FIFA.com. "Wir wollten hier alle drei Gruppenspiele gewinnen. Wir erwarten, dass Kolumbien sich als sehr starker Gegner erweist und wissen, dass es nicht leicht wird. Aber genau deswegen wollen wir siegen. Wir werden uns auf Kolumbien genau so vorbereiten wie auf Indien und dann sehen, wie es läuft."

Eine rosige Zukunft
In Hackworths Mannschaft stehen zahlreiche vielversprechende Talente. Viele Spieler haben das Zeug dazu, in naher Zukunft wichtige Rollen in der A-Nationalmannschaft zu übernehmen. Eines dieser vielversprechenden Talente ist Stürmer Ayo Akinola, der am Montag von der Bank kam und den Siegtreffer gegen Ghana beisteuerte.

Der 17-Jährige zeigte, wie gut der Teamgeist bei den U.S.-Boys ist, indem er seinen Mannschaftskameraden ein großes Lob aussprach. "Ich denke, das war nicht allein mein Tor, sondern ein Tor der ganzen Mannschaft, denn es war ein gemeinsamer Vorstoß", so Akinola. "Das Umschaltspiel hat fantastisch funktioniert. Nachdem wir den Ball erobert hatten, waren viele Spieler an dem erfolgreichen Vorstoß beteiligt. Es war also eine starke Leistung des gesamten Teams."

Auf der Jagd nach dem Ruhm
Egal, mit welchem Spieler aus dem U.S.-Kader man spricht – sie alle verbindet das gleiche Ziel: Am Samstag, 28. Oktober, wollen sie in Kolkata den WM-Pokal in die Höhe stemmen und damit Fussballgeschichte schreiben.

Natürlich sind bis dahin noch einige Spiele zu absolvieren, doch für Hackworth steht jetzt schon fest, dass seine Zeit mit diesem Team ein denkwürdiges Abenteuer war.

"Dieses Team gehört zu denen, die man am liebsten niemals gehen lassen würde", so Hackworth. "Wir haben darüber gesprochen, dass wir hier möglicherweise sieben Spiele absolvieren und dass jeder Moment für uns zählt, weil es eben eine solch besondere Gruppe ist. Ich werde die Jungs nach diesem Turnier jedenfalls sehr vermissen."

Die Fussballfans in den USA sind zwar enttäuscht, weil sie beim großen Festival des Fussballs im kommenden Jahr in Russland nicht dabei sein werden, doch gleichzeitig setzen sie nun ihre Hoffnung auf das aktuelle U-17-Team, das das Zeug dazu hat, tatsächlich eine "ganz besondere Gruppe" zu werden.