• Mamadou Samaké und Mateu Morey im Portrait
  • Spanien und Mali waren noch nie U-17-Weltmeister
  • Halbfinalduell am Mittwoch, 25. Oktober, in Kolkata

Auch wenn es einige Unterschiede zwischen Spanien und Mali gibt, verfügen doch beide Länder über eine beeindruckende Bilanz bei FIFA U-17-Weltmeisterschaften und haben eines gemeinsam: ein Finale bei diesem Wettbewerb konnten sie bislang noch nicht gewinnen.

Während die Spanier es mittlerweile auf drei Vizeweltmeistertitel gebracht haben, den letzten beim Turnier 2007, ist das Team aus Mali derzeit amtierender Vizeweltmeister dieser Altersklasse.

Wird diese Bilanz den Spielern durch den Kopf gehen, wenn sie am 25. Oktober in Navi Mumbay das Halbfinale gegeneinander bestreiten?

"Nun, das ist nicht das Team, das vor zwei Jahre das Endspiel verloren hat", erklärt Mamadou Samaké gegenüber FIFA.com. "Die Niederlage tut uns weh und ist auch sicher Motivation, aber das Team von Mali ist nun ein anderes und wir möchten noch ein wenig erfolgreicher sein als die Mannschaft damals!"

Auch für den Spanier Mateu Morey bedeuten die verlorenen Endspiele keinerlei Druck. "Das beeinflusst uns in keiner Weise. Auch wenn es uns natürlich anspornt, die ersten zu sein, die den U-17-WM-Titel für unser Land holen", merkt er an.

Steckbriefe: Samaké | Morey
Geburtsdatum: 15. Mai 2000 | 2. März 2000

V
erein: Yeleni Olimpic (MLI)  | FC Barcelona (ESP)
Position: Mittelfeldspieler | Rechter Außenverteidiger

Einsätze in Indien 2017: 5 | 5

Für beide zählt nicht die Vergangenheit, sondern dass sie gegenwärtig zu den stärksten Teams zählen. "Heute sind wir stark, haben unsere ganz eigene Spielweise, haben große Teams aus Südamerika und Europa bezwungen und stehen im Halbfinale", sagt der Spieler aus Mali.

"Spanien hat bereits große Spielergenerationen hervorgebracht und das ist eine von ihnen", erklärt der Spanier. "Wir haben bereits gezeigt, dass wir ein großes Team sind, aber das müssen wir nun auch weiterhin tun. Am besten, indem wir den Titel holen."

Samaké und Morey haben mehr als nur das bevorstehende Duell in Indien gemeinsam, denn beide erzielten Tore im Finale ihrer jeweiligen Kontinentalmeisterschaften und wissen, wie es sich anfühlt, Meister zu werden. Ist das eine Hilfe bei der WM?

"Der Unterschied zwischen dem CAF Afrikanischen Nationen-Pokal und einer Weltmeisterschaft ist schon recht groß. Das hier ist faszinierender und noch schwieriger", erklärte Samaké. "In Afrika respektieren uns alle sehr, hier müssen wir uns das erst verdienen."

"Was das Selbstvertrauen angeht, so war das natürlich sehr hilfreich", betont Morey und erinnert daran, dass Spanien im Finale der Europameisterschaft gegen England erst in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielte und anschließend im Elfmeterschießen die Oberhand behielt. "Es war wunderbar, diesen Titel zu holen, und jetzt wäre es schon seltsam, so kurz vor dem Ziel zu scheitern. Wir möchten das alles noch einmal erleben."

Um sie besser kennen zu lernen ...

  • Warum Fussballer?
    Samaké: "Schon als ich klein war und die großen Spieler im Fernsehen sah, fragte ich mich: 'Wann bin ich an der Reihe?'. Ich möchte unbedingt einen Vertrag als Profi abschließen."
  • Morey: "Ich habe schon mit drei Jahren mit meinem Vater Fussball gespielt. Dann hat es mir von Jahr zu Jahr besser gefallen und jetzt könnte ich mir keinen anderen Beruf vorstellen."
  • Ein Spiel, das sie als Kind besonders geprägt hat
    Samaké: "Alle Spiele von Real Madrid. Die verfolge ich schon seit meiner Kindheit im Fernsehen."
  • Morey: "Mit elf oder zwölf Jahren bestritt ich ein Spiel für den Verein von Manacor. Eigentlich verlief es wie das EM-Finale. Erst lagen wir zurück, dann erzielten wir gegen Ende den Ausgleich und schließlich haben wir die Balearen-Meisterschaft geholt, was dieser Verein noch nie geschafft hatte."
  • Wer hat Ihnen das erste Trikot geschenkt?
    Samake: "Amara Niane, der heute als Profi in Troyes in Frankreich spielt. Ich habe es noch zu Hause bei mir und betrachte es immer wieder."
  • Morey: "Das hat mir mein Onkel geschenkt. Es war ein Trikot von Barça und es trug meinen Namen. Ich verwahre es immer noch als Erinnerung."