• Ahmed Kutucu wurde erst zwei Wochen vor Turnierbeginn für die Türkei nominiert
  • Nach seinem Tor formte er ein Herz zu Ehren seiner Mutter und seiner Familie
  • "Wir können uns noch steigern und werden uns im nächsten Spiel anders präsentieren"

Die türkische Auswahl ist mit großen Ambitionen nach Indien gereist. So berief Trainer Mehmet Hacioglu einen Spieler in den Kader, auf den er in der Qualifikation zuvor gar nicht zurückgegriffen hatte. Nach dem ersten Einsatz dieses Spielers dürfte indes allen klar sein, warum.

Ahmed Kutucu schoss das erste Tor für die Türkei im Spiel gegen Neuseeland und münzte damit die Überlegenheit der ersten Hälfte in Zählbares um. Nach der Partie gab er gegenüber FIFA.com zu Protokoll: "Es war ein guter Einstand für mich. Ich bin ja erst seit ein paar Tagen bei der Mannschaft und habe meinem ersten Einsatz entgegengefiebert. Ich hatte es im Gefühl, dass ich heute treffen würde. Als der Ball dann angeflogen kam, habe ich mich von meinem Gegenspieler gelöst und einen wuchtigen Kopfball angesetzt. Ich bin froh, dass alles so geklappt hat, wie ich es wollte."

Über die Herz-Geste, die er bei seinem Jubel zeigte, sagt er: "Das war für meine Mutter. Ich wollte ihr für die Unterstützung danken, die ich seit Beginn meiner Karriere von ihr und meiner gesamten Familie spüre."

Geboren wurde Ahmed Kutucu in Gelsenkirchen, wo Bundesligist Schalke 04 zu Hause ist. Da versteht es sich von selbst, dass er Fan der Knappen ist. Aktuell spielt er auf Schalke in der U-17. "In Deutschland ist Schalke eine große Nummer", schwärmt er. Ich bin ein Riesenfan dieses Vereins, seit ich ein Kind war, und ich hoffe, dass ich einer Tages in der ersten Mannschaft spiele. Ich will zeigen, was ich in diesem Klub gelernt habe und so auch zum Erfolg der Türkei beitragen. Dafür werde ich keine Mühen scheuen."

Im Auftaktspiel gegen Neuseeland traf Kutucu zwar, aber mit dem Endstand von 1:1 und vor allem mit dem Auftritt im zweiten Durchgang zeigte er sich nicht zufrieden. "Mir wäre es lieber, ich hätte heute kein Tor geschossen und wir hätten als Mannschaft gewonnen", erklärt er. "Wichtig ist, dass wir weiterkommen. Zufrieden wäre ich, wenn mein Tor dazu beitragen würde. Wir wollen uns die beiden in diesem Spiel verlorenen Punkte in der nächsten Partie zurückholen."

In der Pressekonferenz war Trainer Hacioglu voll des Lobes für seinen Torschützen. "Ich gratuliere ihm zu seinem Tor. Ahmed hat großes Potenzial. Er kann es als Profi mal weit bringen", prophezeite er.

Vor dem Einstieg zum Mannschaftsbus fragen wir Nachwuchsstürmer Kutucu noch nach seinen Vorbildern. "Im Leben ist es mein Vater", sagt er. "Er ist immer eine Inspiration. Im Fussball ist es kein bestimmter Spieler. Es gibt viele, von denen ich etwas lernen will."