• Innovative Methode der Wissensvermittlung für sieben Teams in Indien
  • Themen: Spielmanipulation, Doping, Gleichberechtigung und Diskriminierung
  • Die FIFA Legends Salgado und Amuneke trugen eigene Erfahrungen bei

Seit den Reformen von 2016 legt die FIFA noch stärkeren Wert auf Ethik und Fairplay auf und abseits des Spielfeldes. Daher hat der Welfussballverband ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, das die Aufklärung junger Fussballer über Integrität und ethisches Verhalten zum Ziel hat

Die ersten Workshops im Rahmen dieses Projektes fanden nun am Rande der FIFA U-17-Weltmeisterschaft in Indien statt. Sieben Teams nahmen an den interaktiven Workshops teil, die sich mit Themen wie Manipulation, Doping, Gleichberechtigung/Belästigung sowie Diskriminierung befassten. Die Spieler wurden auch über das BKMS-Online Reporting Tool informiert, das die anonyme, sichere und vertrauliche Meldung von schädlichen oder unethischen Handlungen ermöglicht.

In kurzen animierten Videos wurden die Bedeutung und Wichtigkeit der Themen sowie die entsprechenden FIFA-Richtlinien erläutert und erklärt, wie die FIFA und die Spieler dazu beitragen können, den Fussball noch integrativer zu gestalten.

Legenden vermitteln Wissen und Spaß
Die jungen Akteure absolvierten mit viel Spaß in kleinen Gruppen interaktive Quizspiele, bei denen sie ihr Wissen unter Beweis stellen konnten. Auf die Gewinner wartete eine Überraschung mit zwei FIFA-Legenden: Michel Salgado und Emmanuel Amuneke, die extra nach Indien gereist waren, um an den Workshops teilzunehmen.

Die beiden Ex-Stars erzählten Begebenheiten aus ihrer Karriere über die praktischen Auswirkungen unethischen Verhaltens im Fussball und darüber, wie sie selbst dessen Auswirkungen auch auf höchster Ebene erlebten. Anschließend beantworteten Salgado und Amuneke Fragen der Jugendlichen zu den genannten Themen und berichteten von ihren glanzvollen Karriere-Höhepunkten.

Danach begann der spielerische Teil. Die Legenden fungierten als Kapitäne bei einer Übung, bei der jeweils sechs Spieler im Sitzen versuchten, den Ball per Kopf in einen Eimer zu befördern. Alle Teilnehmer hatten viel Spaß und nahmen wichtige Informationen mit, die ihnen während ihrer gesamten Karriere bewusst bleiben sollten.

Teilnehmende Teams in Indien
Chile, England, Ghana, Irak, Kolumbien, Mexiko, USA

Zitate
Steve Cooper (Trainer, England):
"Bei diesem Ethik-Workshop der FIFA ging es um viele wichtige Themen, die so interessant behandelt wurden, dass die Spieler voll und ganz dabei waren. Mit Quizfragen in Form eines Wettbewerbs wurde zudem dafür gesorgt, dass die Spieler den Präsentationen mit großer Aufmerksamkeit folgten. Unser Dank geht an die FIFA, die diese für Spieler und alle anderen Mitarbeiter gleichermaßen interessante und wertvolle Veranstaltung organisiert hat."

Carlos Robles (Kapitän, Mexiko):
"Mir hat dieser Ethik-Workshop sehr gut gefallen, weil wir über wichtige Themen diskutiert und viele Informationen bekommen haben, beispielsweise zum Kampf gegen Rassismus und Doping. Die Gruppenaktivitäten der Teams waren sehr hilfreich und haben Spaß gemacht. Man musste sich mit den Themen auskennen, um sie abschließen zu können. Ich möchte der FIFA für die Ausrichtung dieses Workshops danken, bei dem es um Themen ging, die für alle Menschen wichtig sind, ganz besonders für uns Fussballspieler."