• England neuer FIFA U-17-Weltmeister
  • Brasilien sichert sich Platz 3
  • Englands Rhian Brewster Top-Torjäger des Turniers

TAGESRÜCKBLICK - England heißt der Champion der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Indien 2017. In der Neuauflage des EM-Finales feierten die Three Lions gegen Spanien nach einem 0:2-Rückstand einen 5:2-Erfolg.

Die Engländer krönen damit ein herausragendes Jahr ihres Nachwuchses, denn die U-20 hatte sich vor wenigen Monaten in Korea ebenfalls die WM-Krone aufgesetzt.

Für die Iberer ist der Traum vom ersten Titel in dieser Altersklasse geplatzt. Nach 1991, 2003, 2007 verloren sie auch das vierte Finale in dieser Turnierserie.

Im kleinen Finale feierte der dreimalige Champion Brasilien einen versöhnlichen Abschluss. Die Selecao siegte dank der Treffer von Alan und Yuri Alberto mit 2:0 gegen den letzmaligen Vize-Weltmeister aus Mali.

Die Ergebnisse

Spiel um Platz 3
Brasilien - Mali 2:0

Finale
England - Spanien 5:2

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Die Lehren des Spieltages
Neue Bestmarken. 183 Treffer in 52 Spielen bedeute einen neuen WM-Rekord. Indien 2017 übertrumpft damit die Auflage von 2013 in den Vereinigten Arabischen Emiraten (172). Auch in Sachen Zuschauerzahlen hat das gerade abgelaufene Turnier alle anderen bisherigen 16 Auflagen übertroffen. Über 1,2 Millionen Fans strömten in die Stadien (bisheriger Rekord: 1,002 Mio.; Mexiko 2011)

Fairplay in der Stunde des Sieges.
Als der Abpfiff im Spiel um Platz 3 ertönte, fielen die malischen Akteure vollkommen enttäuscht zu Boden. Vor allem Torhüter Youssouf Koita, der die Niederlage mit einem schwerwiegenden Fehler eingeleitet hatte, konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Seine Mitspieler versuchten ihn vergeblich aufzurichten. In dieser Situation vergaßen mehrere brasilianische Spieler ihre Freude über Bronze und gingen zu Koita, um ihm Trost zu spenden - eine wahrlich tolle Geste des Fairplays.

Persönliche Auszeichnungen. Mit acht Treffern holte sich Rhian Brewster den Goldenen Schuh von adidas als bester Torjäger des Turniers vor Lassana N'Diaye (6; Mali) und Abel Ruiz (6; Spanien). Das Rennen um den Goldenen Ball von adidas für den besten Spieler des Turniers machte Philip Foden (England). Alle Preisträger im Überblick HIER

Ein Fussball-Leckerbissen. Die beiden Finalteilnehmer zeigten sich wahrlich eines Endspieles würdig. Über 90 Minuten boten sie den rund 66.000 Zuschauern im Vivekananda Yuba Bharati Krirangan Stadium von Kolkata Fussball vom Allerfeinsten. Mit offenem Visier kämpften die zwei besten europäischen Teams von den ersten bis zur letzten Minute um ihren ersten Titel und sorgten für einen großartigen Abschluss dieser Weltmeisterschaft.

Die Zahl des Tages
1 - zum ersten Mal überhaupt bei diesem weltweiten Gipfeltreffen mussten die Engländer einen Rückstand hinnehmen und das bereits nach zehn Minuten und ausgerechnet im Endspiel. Als Sergio Gomez nach gut einer halben Stunde seinen Doppelpack perfekt gemacht hatte, war der Titeltraum der Three Lions so gut wie geplatzt. Doch die Engländer bewiesen Herz und drehten die Partie in beeindruckender Manier.

Das Zitat
"Wir müssen ehrlich zugeben, dass es unser schlechtestes Spiel bei dieser WM war. Dazu hatten wir das Glück auf unserer Seite. Bei unserer Führung verliert der Verteidiger den Ball, Alan trifft das runde Leder nicht richtig und der Torhüter macht den entscheidenden Fehler. Mali ist ein großartiges Team mit tollen individuellen Spielern. Wir wissen, dass wir besser spielen können und wollten den Zuschauern eine Show bieten. Das ist uns leider nicht gelungen. Nichtsdestotrotz freuen wir uns natürlich, dass wir das Turnier mit einem Erfolgserlebnis abschließen."
Carlos Amadeu (Trainer, Brasilien)