• Abouchabaka und Kühn im Doppel-Interview vor dem Viertelfinale
  • Erinnerungen an das 7:1 im Halbfinale der FIFA WM 2014
  • Kühn: "Elias wird mir einen Treffer perfekt vorbereiten"

Der DFB-Nachwuchs steht erstmals seit 2011 wieder im Viertelfinale einer U-17-WM. Schlussendlich gewann Deutschland in Mexiko das Spiel um Platz drei in einem Sieben-Tore-Thriller gegen Brasilien. In Indien kommt es nun im Viertelfinale erneut zu diesem Klassiker des Weltfussballs. 

FIFA.com sprach vor der Partie mit Elias Abouchabaka und Nicolas Kühn. Das Duo von RB Leipzig kam bisher zwei Mal gemeinsam zum Einsatz und beide Spiele konnten die DFB-Junioren gewinnen. Nun wollen die beiden "Bullen" gegen die Südamerikaner am liebsten wieder gemeinsam losgelassen werden und das deutsche Spiel antreiben. 

Wir haben sie sich einfach mal gegenseitig für uns vorstellen lassen und zum Spiel gegen die Seleção befragt.

Welches sind die Stärken des jeweils anderen auf dem Platz?
Kühn: Ganz klar seine Übersicht und seine Spielintelligenz. Elias ist ein sehr guter Vorlagengeber. Wir spielen schon seit 2015 zusammen, das Verständnis zwischen uns beiden klappt sehr gut.

Abouchabaka: Nick hat einen sehr starken Antritt und auch mit Ball ein richtig gutes Tempo. Seine technischen Fähigkeiten sind klasse, er ist zudem im Dribbling sehr versiert.

An was muss jeweils noch gearbeitet werden?
Abouchabaka: Ich wünsche ihm, dass er möglichst selten mit Verletzungen zu kämpfen hat. Ansonsten kann er im körperlich-physischen Bereich sicherlich noch zulegen.

Kühn: Elias arbeitet an seiner Schnelligkeit. Darüber hinaus kann man seinen schwächeren Fuß nicht oft genug verbessern.

Was zeichnet den jeweils anderen neben dem Platz aus?
Kühn: Elias ist absolut sympathisch, wir verstehen uns gut und er hat sehr oft gute Laune. Zudem fällt ihm häufig ein lustiger Spruch ein.

Abouchabaka: Nick ist insgesamt ein klasse Teamkamerad, wir spielen mittlerweile unsere dritte Saison gemeinsam bei RB Leipzig. Dadurch sitzen schon viele Automatismen, wovon wir beide profitieren.

Und was ist der größte Unterschied zwischen euch beiden?
Abouchabaka: In seinem Spiel ist Nick noch einen Tick offensiver als ich. Er hat viel Drang nach vorne, verkörpert fast schon einen Flügelstürmer. Ich bin dagegen mehr der klassische Zehner, agiere im Mittelfeld sehr variabel, verteile die Bälle und gebe die Vorlagen. Persönlich ist Nick ein bisschen frecher, ich dagegen etwas ruhiger (lacht).

  • Spielervergleich: Abouchabaka vs. Kühn
    Größe: 1,84m vs. 1,66m
    Starker Fuß: Links vs. links
    Rückennummer: 10 vs .11
    Lieblingsspieler: Zinédine Zidane vs. Lionel Messi
    Spitzname: Eli vs. Nick

Elias, was schießt dir vor einem Duell mit Brasilien spontan durch den Kopf?
Bei Brasilien gegen Deutschland denke ich schnell an das 7:1 unserer A-Mannschaft bei der WM 2014. Das war eine überragende Leistung. Aber wir treten an, um unsere eigene Geschichte zu schreiben. Das 7:1 haben nicht wir erreicht, für uns beginnt ein völlig neues Spiel. Eins, das wir unbedingt gewinnen wollen – und auch gewinnen können.

Nicolas, warum werdet ihr in das Halbfinale einziehen?
Wir haben die Qualität und den Teamspirit, um das WM-Viertelfinale zu gewinnen. Und Elias wird mir eine große Torchance perfekt vorbereiten, damit wir alles klarmachen.

Brasilien hat erst ein Gegentor bei dieser WM kassiert. Elias, wie hebelt ihr die Seleção aus?
Das Trainerteam wird Brasilien sehr gut analysieren und wir werden darauf basierend die richtigen Lösungen finden. Wir sind eine offensivstarke Mannschaft, auf diese Qualität können wir uns immer verlassen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns Torchancen kreieren werden. Und die müssen wir dann nutzen.