Als Jose Alfaro uns in der Hotel-Lobby für ein Gespräch mit FIFA.com nach der täglichen Trainingseinheit entgegenkommt, wirkt Costa Ricas Kapitän locker und gelöst. Die Auftaktniederlage gegen Deutschland in der Gruppe C bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft scheint aus dem Kopf.

Gute Laune kommt auf als wir ihn auf die Qualifikation der Los Ticos für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018 ansprechen. "Das ist eine super Sache und treibt uns hier weiter an", so Costa Ricas Nummer zwölf, der gerne einmal selbst dort spielen würde. "Natürlich ist es mein großer Traum und Wunsch für mein Heimatland bei einer WM spielen zu dürfen. Das wäre fantastisch."

Damit dieser Wunsch in Erfüllung geht, kann der feine Techniker aktuell in Indien beweisen, was er drauf hat. "Der volle Fokus liegt auf diesem Turnier. Es ist meine Mentalität, Dinge immer mit 100% anzugehen. Deswegen werde ich alles geben, damit wir hier das bestmögliche Ergebnis erzielen."

In seinem Klub AD Carmelita in der Spitzenliga Costa Ricas hat Alfaro einen großen Spitznamen erhalten und der zeigt, welche Fähigkeiten in dem jungen Juwel schlummern. "Einer meiner Trainer [der Portugiese Guilherme Farinha] hat mich dort einmal Luis Figo genannt, weil ich ihn an die Spielweise des Portugiesen erinnerte."

  • Costa Ricas U-17-Kapitän träumt von der "großen" WM-Teilnahme 
  • Alfaro nennt drei Gründe, die Los Ticos besser machen werden
  • Sein Idol ist Messi und sein Spitzname Luis Figo

Drei Gründe, warum es gegen Guinea zu drei Punkten reichen wird:

  • 1. Aus Fehlern gelernt

    "Wir hatten im ersten Spiel eine Menge Respekt vor dem Namen Deutschland - vielleicht etwas zu viel. Wenn man gegen Deutschland spielt, denkt man sofort an Weltmeistertitel und starke Teams. Das wird uns aber jetzt nicht noch einmal passieren. Außerdem müssen wir unsere Torchancen konsequenter nutzen. Allgemein brauchen wir mehr Ruhe in den entscheidenden Spielsituationen."
  • 2. Vertrauen in den Trainer und das Team

    "Die Arbeit des Trainers ist fantastisch und immens wichtig. Wir haben vollstes Vertrauen in seine Fähigkeiten und wissen, dass er uns stets bestens vorbereiten wird. Wir wollen immer nach vorne spielen und wissen, dass wir eine gute Qualität dabei haben. Das haben wir auch schon im ersten Spiel teilweise zeigen können und ich finde, wir haben gegen Deutschland ein gutes Spiel gemacht. Klar, das späte Gegentor hat wehgetan, aber wir haben gemerkt, dass wir gegen die besten Teams der Welt bestehen können. Das gibt uns Mut für die nächsten Aufgaben."
  • 3. Adaption an Indien

    "Das Klima hier ist anders als bei uns. Es ist in Costa Rica auch mal heiß, aber die Luft ist nicht zu vergleichen mit hier. Daran mussten wir uns gewöhnen. Es wurde von Tag für Tag und von Training zu Training besser. Jetzt wissen wir auch, wie es im Spiel ist und werden uns ab jetzt noch besser auf unseren Fussball konzentrieren können."


Drei Fakten über den Kapitän:

  • 1. Lieblingsspieler:  Lionel Messi

    "Er ist fantastisch und mein großes Vorbild."

  • 2. Lieblingsverein: FC Barcelona

    "Messi spielt dort, deswegen bin ich Barça-Fan. Ich schaue mir regelmäßig die Spiele an."

    3. Lieblingsmove: Der seitenverkehrte Arjen Robben
     
    "Ich spiele gerne auf dem linken Flügel. Von da aus kann ich gut nach innen ziehen und dann mit rechts den Torabschluss suchen - etwas wie Robben [lacht]."