Acht Mannschaften qualifizierten sich für den CAF U-17-Afrikanischen Nationen-Pokal im April 2017, der auch als letzte Runde der Qualifikation für die FIFA U-17-Weltmeisterschaft Indien 2017 fungiert.

In den Rückspielen der dritten und letzten Qualifikationsrunde gab es einige Treffer in den letzten Minuten, die zum Teil dramatische Entscheidungen bewirkten. Neben Gastgeber Madagaskar nehmen sieben weitere Teams an der Kontinentalmeisterschaft teil.

Zu den Mannschaften, die aufgrund eines späten Gegentreffers ausschieden, gehörte Tansania, das sich in der zweiten Runde überraschend gegen Südafrika durchgesetzt hatte. Das entscheidende Tor fiel so spät, dass in einigen Berichten fälschlicherweise bereits das Weiterkommen Tansanias gemeldet wurde. Die Serengeti Boys hatten Kongo im Hinspiel mit 3:2 geschlagen. Im Rückspiel in Brazzaville hielten sie bis weit in die Nachspielzeit das torlose Unentschieden, das ihnen zum Weiterkommen gereicht hätte. Dann aber traf Edouard Mountou doch noch für Kongo, so dass sich die Heimmannschaft qualifizierte.

Auch Guinea gab bis zuletzt nicht auf und wurde belohnt. Das Spiel gegen Senegal musste allerdings auf Montag verlegt werden, da das ursprüngliche Schiedsrichtergespann Probleme bei der Anreise hatte. Guinea hatte das Hinspiel in Senegal mit 1:0 gewonnen und ging entsprechend optimistisch ins Rückspiel vor eigenem Publikum. Doch dann glich Cheick Ahmadou Dieng noch in der ersten Halbzeit für Senegal aus.

Guinea erhöhte nun zwar den Druck, fand jedoch keinen Weg durch die solide senegalesische Hintermannschaft. Erst in der letzten Spielminute gelang Sekou Camara der Treffer zum 1:1-Endstand, was Guinea zum Weiterkommen reichte.

In Libreville sahen die gabunischen Fans sogar zwei Tore in den letzten zwei Minuten, eines davon allerdings für die Gäste aus Niger, die in der ersten Runde sensationell Nigeria ausgeschaltet hatten. Das Hinspiel hatte Niger mit 1:0 für sich entschieden.

Fahd Richard Moubeti schaffte einen Hattrick für Gabun, zwei Treffer davon vom Elfmeterpunkt aus, doch auf Seiten der Gäste trug sich Ibrahim Marou zwei Mal in die Torschützenliste ein, bevor sie durch Hamid Ajina den Treffer zum 3:3-Endstand erzielten. In der Addition mit dem Hinspielresultat siegten die Young Menas mit 4:3.

Der zweimalige U-17-Weltmeister Ghana zog mit einem Gesamtresultat von 3:1 gegen die Elfenbeinküste in die Endrunde des Turniers ein, das bereits im Hinspiel erreicht worden war. Im Rückspiel in Abidjan reichte den Black Starlets dann ein torloses Unentschieden. Trainer Paa Kwesi Fabin zeigte sich zufrieden, weil seine Schützlinge die von ihm entwickelte Strategie erfolgreich umgesetzt hatten. "Wir wussten, dass die Ivorer ein passbetontes Spiel bevorzugen und anspruchsvollen Fussball wie aus dem Lehrbuch spielen. Wir haben versucht, sie in Schach zu halten und keine Torchancen zuzulassen. Das ist gelungen und nun freue ich mich, dass wir uns qualifiziert haben", so der Coach.

Klare Siege für Spitzentrio
Der amtierende U-17-Afrikameister Mali hatte gegen Äthiopien kaum Mühe und setzte sich mit einem Gesamtresultat von 4:1 durch. Damit hat das Team in Madagaskar die Chance, seinen Titel zu verteidigen. Nach dem 2:0-Hinspielsieg setzte sich Mali auch im Rückspiel in Addis Abeba mit 2:1 durch.

Die Hoffnung der Äthiopier auf eine Kehrtwende wurde schon nach vier Minuten zunichte gemacht, als Sibiry Keita den ersten Treffer für die Gäste erzielte. Erst in der 72. Minute gelang den Gastgebern der Ausgleichstreffer durch den eingewechselten Fasil Abebayehu.

Äthiopien warf nun alles nach vorn, um noch den dringend benötigten zweiten Treffer zu erzielen, fing sich aber kurz vor Schluss einen Konter ein, den der ebenfalls eingewechselte Mahamane Toure mit dem zweiten Treffer für Mali abschloss.

Nach dem Spiel sparte Malis Trainer Jonas Komla nicht mit Lob für den Gegner: "Äthiopien hat stark gespielt und uns durchaus einige Probleme bereitet. Doch meine Jungs haben die nötige Erfahrung für solche Situationen. Entscheidend ist, dass wir gewonnen haben und uns qualifiziert haben. Wir waren heute im Angriff und in der Verteidigung auf den Punkt fit."

Den höchsten Sieg des Wochenendes feierte Kamerun mit einem rundum überzeugenden 5:1 gegen Sudan. Das Hinspiel hatte mit einem 2:2-Remis geendet. Moise Sakava und Stephane Zobo erzielte jeweils in der ersten und zweiten Halbzeit einen Treffer. Das fünfte Tor für Kamerun ging auf das Konto von Christian Bella.

Den Ehrentreffer für die Gäste markierte Shihabeldeen Alzobair. In der Nachspielzeit sah der Sudanese Mazin Mohamed noch die zweite Gelbe Karte.

Angola fuhr das höchste Gesamtresultat ein. Auf den 5:0-Heimsieg gegen die Komoren im Hinspiel folgte ein 2:0-Auswärtssieg im Rückspiel in Moroni. Dank der Treffer von Melono Dala und Abilio Contreiras feierte das Team aus dem Süden Afrikas somit einen 7:0-Gesamtsieg.