
Das Aztekenstadion von Mexiko-Stadt öffnet am Sonntag, 10. Juli, seine Pforten für das Finale der FIFA U-17-Weltmeisterschaft. Es könnte keinen besseren Ort für den krönenden Abschluss dieser WM geben, zumal der Gastgeber im Finale auf eine versierte und taktisch gut aufgestellte Mannschaft aus Uruguay trifft, die den ersten WM-Triumph in dieser Altersklasse anpeilt.
Das Spiel
Uruguay Mexiko, Sonntag, 10. Juli, Azteken-Stadion, Mexiko-Stadt, 18:00 Uhr (Ortszeit)
Die Ausgangslage
Das ganze Land wird auf den Beinen sein, wenn am Sonntag das gastgebende Team aus Mexiko – das alle sechs WM-Spiele vor heimischer Kulisse gewinnen konnte – auf Uruguay trifft, das trotz der verletzungsbedingten Abwesenheit seines Sturmjuwels Juan Cruz Mascia im Turnierverlauf über sich hinausgewachsen ist.
Die Mexikaner strotzen hingegen vor Selbstbewusstsein: Dem souveränen Gruppensieg folgten die Erfolge gegen Panama und Frankreich und schließlich ein Sieg im hart umkämpften Halbfinale von Torreón gegen Deutschland. Julio Gomez avancierte in dieser Begegnung zum Matchwinner, als die Mexikaner gegen die DFB-Elf, die im Turnierverlauf nicht weniger als 20 Tore erzielt hat, noch einen 1:2-Rückstand drehten. Der Spieler aus Pachuca, der bereits für die erste Mannschaft seines Vereins aufgelaufen ist, erzielte zwei Treffer in einer Partie, in der er eine Kopfverletzung davongetragen hat, die mit sieben Stichen genäht werden musste. Sein Kampfgeist und Engagement ergänzen sich perfekt mit der technischen Finesse von Carlos Fierro, Marco Bueno, Giovani Casillas und Kapitän Antonio Briseño sowie mit zahlreichen anderen Talenten dieser mexikanischen Elf.
Uruguay muss hingegen am 10. Juli mit reichlich Gegenwind von den Rängen rechnen, da die zahlreichen Fans im riesigen Aztekenstadion sich mit nichts anderem als einem triumphalen Sieg ihrer mexikanischen Helden zufriedengeben werden. Doch die Südamerikaner haben während der U-17-Weltmeisterschaft schon für so manche Überraschung gesorgt. Die Schützlinge von Fabian Coito konnten in der Gruppenphase noch nicht wirklich überzeugen, wovon der knappe Sieg gegen Ruanda und die Niederlage gegen England zeugen. Mit ihrer taktischen Ausrichtung, schnell vorgetragenen Kontern und einer guten Raumaufteilung sind sie dann aber in der K.o.-Runde richtig in Fahrt gekommen und konnten Siege gegen Usbekistan und Kongo und einen klaren 3:0-Halbfinalerfolg gegen Brasilien verbuchen. Uruguays Markenzeichen sind das Rotationssystem sowie siegeswillige, einsatzfreudige Spieler wie Gaston Silva, Guillermo Mendez und Rodrigo Aguirre, und das Team wird auch am Sonntag alles daran setzen, seiner Rolle als Spielverderber gerecht zu werden.
Statistik
105.064 – So viele Zuschauer werden am Sonntag im Aztekenstadion erwartet, um den Gastgeber anzufeuern, der nach dem zweiten Titelgewinn bei einer FIFA U-17-Weltmeisterschaft innerhalb von sechs Jahren strebt. Dies ist das dritte WM-Finale, das in diesem historischen Stadion ausgetragen wird.
Zitate
"Wir haben in den letzten sechs Monaten mehrmals gegen Mexiko gespielt. In meinen Augen sind die Mexikaner eine starke Mannschaft, die sich intensiv auf dieses Turnier vorbereitet hat. Außerdem suchen sie permanent die Offensive und sind auf allen Positionen hervorragend besetzt. Abgesehen von der Nervosität, die ein solches Finale zwangsläufig mit sich bringt, erwarte ich von beiden Seiten eine lebhafte Partie." Fabián Coito (Trainer, Uruguay)
"Für uns wird es auf jeden Fall ein schweres Spiel, zumal wir es mit einem taktisch geschickt operierenden Gegner zu tun bekommen, der 90 Minuten lang kämpfen kann und einige schnelle Stürmer in seinen Reihen hat. Mit einem offenen Schlagabtausch wie gegen Deutschland rechne ich allerdings nicht, sondern eher mit einer ausgeglichenen Partie. Uruguay pflegt eine eigene Spielkultur, und ich glaube nicht, dass sich das gegen uns ändern wird. Wir haben in diesem Jahr bereits vier Mal gegeneinander gespielt, und es waren sämtlich hart umkämpfte Duelle. Jetzt, da wir im WM-Finale aufeinandertreffen, sind beide Teams meines Erachtens stärker als je zuvor, was sich sicher auch in einer höheren Qualität des Spiels widerspiegeln wird." Raúl Gutiérrez (Trainer, Mexiko)









