Republik Korea
Die Geschichte des Fussballs in Korea geht bis ins siebte Jahrhundert zurück. Man geht allgemein davon aus, dass damals ein Spiel namens "Chukguk" aus China eingeführt wurde. Der Fussball moderner Prägung hielt jedoch erst 1882 Einzug, als das britische Kriegsschiff "Flying Fish" in Jemulpo, dem heutigen Incheon, einlief. Seit dieser Zeit ist Fussball auf der asiatischen Halbinsel Volkssport. In der Zeit der japanischen Kolonialherrschaft war es eine ebenso gute wie effektive Art der Kommunikation. Der Fussball vereinte das Volk.
Nach der Unabhängigkeit wurde 1948 der koreanische Fussballverband gegründet, noch im selben Jahr trat der Verband der FIFA bei. Trotz der Entbehrungen nach dem Koreakrieg (1950 - 1953), der das Land in die Korea Republik im Süden und die Demokratische Volksrepublik Korea im Norden teilte, konnte sich Korea Republik 1954 erstmals für die Teilnahme an einem FIFA Weltpokal™-Turnier qualifizieren. Es wurde jedoch eine enttäuschende Reise in die Schweiz, die mit hohen Niederlagen gegen Ungarn und die Türkei endete.
Dennoch blieb die Korea Republik eine der stärksten Mannschaften Südostasiens. Sie gewann die ersten beiden Asienmeisterschaften 1956 und 1960. Für Erstaunen aber sorgte vor allem Korea DPR mit dem Erreichen des Viertelfinals beim FIFA Weltpokal™ England 1966. Nachbar Korea Republik hingegen musste noch zwei weitere Jahrzehnte auf eine WM-Teilnahme warten.
1983 dann wartete die Republik Korea als erstes Land in ganz Asien mit einer Profiliga auf. Damit wurde eine neue Ära eingeläutet, und das Land konnte seine Stellung als eine der stärksten Fussballnationen des Kontinents festigen. Seit 1986 ist man Stammgast bei jedem FIFA Weltpokal™-Turnier gewesen. Der erste Endrundensieg ließ jedoch bis 2002 auf sich warten, als der Mitgastgeber auf dem historischen Weg eines asiatischen Teams ins Halbfinale gar Italien und Spanien ausschaltete.
Nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ sind jetzt alle Augen im Land auf die FIFA U-17-Weltmeisterschaft im August 2007 gerichtet. In Südkorea hat man insbesondere gute Erinnerungen an das Nachwuchsturnier von 1983, als die U-20-Auswahl des Landes in Mexiko den vierten Platz belegte und sich den ihr bis heute anhaftenden Spitznamen "die Roten Teufel" verdiente. Auf heimischem Boden nun wollen die neuen Taeguk Warriors sogar noch besser abschneiden.
Bisheriges Abschneiden bei FIFA U-17-Weltmeisterschaften:
In der Altersklasse U-17 ist der südkoreanische Nachwuchs
bislang weniger erfolgreich als die A-Nationalmannschaft. Zwei Mal
erreichte man die Endrunde, konnte sich dort aber nicht weiter in
Szene setzen. Zuletzt gab es 2003 in Finnland ein Vorrunden-Aus.
Das bislang beste Abschneiden gelang 1987 in Kanada mit dem
Erreichen des Viertelfinals.
Hätten Sie's gewusst?
Die Republik Korea hat 48 Millionen Einwohner. Etwa die
Hälfte davon lebt im Großraum von Seoul, was so viel wie
"Hauptstadt" bedeutet.
Der Landesname "Korea" ist vermutlich vom mittelalterlichen Reich Goryeo abgeleitet, das vom 10. bis zum 14. Jahrhundert auf diesem Gebiet bestand.
Währung ist der südkoreanische Won. Ein Euro entspricht etwa 1.200 südkoreanischen Won.
Die koreanische Gesellschaft ist stark vom Konfuzianismus geprägt. Buddhisten und Christen machen jedoch die größten Religionsgemeinschaften aus. Beide zusammen kommen in der Bevölkerung auf 52 %.
In Korea werden Neugeborene als ein Jahr alt betrachtet. Wenn Ihnen also ein Koreaner oder eine Koreanerin sagt, er oder sie sei 21, dann könnten sie ebenso gut erst 20 Jahre alt sein!
Lage
Die Republik Korea liegt auf der Südhälfte der koreanischen
Halbinsel. Im Westen grenzt das Land an das Gelbe Meer, im Osten an
das Östliche Meer (Japanisches Meer) und im Süden an das
Ostchinesische Meer sowie die Koreastraße. Einziges direktes
Nachbarland ist die Demokratische Volksrepublik Korea im Norden.
Die Halbinsel ist traditionell von großer strategischer Bedeutung
für den Fernen Osten. Deswegen war sie auch immer wieder
feindlichen Übergriffen durch China, das Mongolenreich und Japan
ausgesetzt.
Geographie
Etwa 70 Prozent der Landesfläche (99.646 km²) sind von
Gebirgen und Tälern durchzogen. Dies gilt insbesondere für den
Osten, wo das Taebaek-Gebirge fast die gesamte Länge der Halbinsel
beherrscht. Vor der West- und der Südküste liegen über 3000 Inseln.
Die größte davon ist Jeju, auf der mit dem Halla-San (1.950 m) auch
der höchste Berg des Landes liegt.
Das Klima ist in der Regel warm, In den Sommermonaten kann es zu heftigen Regengüssen und Wirbelstürmen kommen. Die vier Jahreszeiten sind im ganzen Land deutlich zu unterscheiden. Einzige Ausnahme ist die Insel Jeju, auf der Dank ihrer Lage das ganze Jahr über mildes Klima herrscht.
Das Land ist in neun Provinzen, sechs unabhängige Großstädte sowie Seoul unterteilt. Seoul ist schon seit über 600 Jahren Hauptstadt und darüber hinaus auch das Zentrum von Wirtschaft, Kultur und Transport. Hauptexportartikel des Landes sind Autos, Elektronikprodukte und Schiffe. In Asien werden zudem koreanische Musik, Fernsehdramen und Filme immer beliebter.
Austragungsorte
Suwon, Jeju, Ulsan, Gwangyang, Changwon, Cheonan, Goyang and
Seoul.



