Gastgeberland

Die Republik Costa Rica ist ein Land in Mittelamerika mit 51.100 km² Fläche, das im Norden an Nicaragua, im Osten an das karibische Meer, im Südosten an Panama und im Westen an den Pazifischen Ozean grenzt. Die offizielle Landessprache ist Spanisch. Costa Rica hat nach den offiziellen Daten der letzten Volkszählung 2011 eine Bevölkerung von 4.301.712 Einwohnern.

Das Staatsgebiet ist in sieben Provinzen unterteilt: San José (die Hauptstadt), Cartago, Heredia, Alajuela, Guanacaste, Puntarenas und Limón. Die Provinzen wiederum bestehen aus 81 Kantonen und 415 Distrikten.

Costa Rica ist laut der Verfassung von 1949 eine freie und unabhängige demokratische Republik, in der die Gewaltenteilung von Exekutive, Legislative und Judikative gilt.

Aufgrund ihrer Lage zwischen dem nördlichen und südlichen Wendekreis weist die Republik ein für die tropische Zone typisches Klima auf. Während eines Großteils des Jahres gibt es folglich sonnige Vormittage und regenreiche Nachmittage. Dementsprechend durchziehen das Land dichte Waldgebiete, es gibt tropische Regenwälder und eine reiche Flora und Fauna.

Der größte Teil des Landes besteht aus Erhebungen zwischen 900 und 1.800 Metern, es ist ein Land mit sehr bergigem Gelände. In der Mitte erstreckt sich ein großes zentrales Tal, ein sehr fruchtbares Plateau mit reichen Wasservorkommen.

Aufgrund seiner geografischen Lage gehört das bergige Costa Rica zum pazifischen Feuerring und weist 112 Vulkane in seinem Territorium auf, von denen fünf noch aktiv sind.

Mit 1.228 Kilometern Küstenlinie verfügt Costa Rica zudem über eine Vielzahl an Stränden sowohl auf der Pazifik- wie auf der Atlantikseite sowie über traumhafte Inseln in Küstennähe.

Obwohl das Land traditionell landwirtschaftlich geprägt ist, entwickeln sich zunehmend andere Wirtschaftssektoren wie etwa der Dienstleistungsbereich. Zweifellos bleibt der Export von landwirtschaftlichen Produkten wie Bananen, Zucker, Ananas, Kakao und vor allem der berühmte Kaffee eine der wirtschaftlichen Säulen des Landes. Doch seit 2000 ist der Tourismus der bedeutendste Devisenbringer, der inzwischen die Gewinne aus dem Export von landwirtschaftlichen Gütern übertrifft.

Costa Rica hat sich aufgrund der Vielfalt seines Angebots, der üppigen Natur und des angenehmen Klimas zu einem äußerst attraktiven Urlaubsziel entwickelt. Hierzu tragen natürlich auch die Qualität der Dienstleistungen und der zuvorkommende und gastfreundliche Charakter der Bewohner bei.

Der Fussball in Costa Rica
Der Fussball ist der beliebteste Sport des Landes. In der nationalen Liga konkurrieren zwölf Teams miteinander. Die besten Klubs auf nationaler Ebene sind die unversöhnlichen Erzrivalen Deportivo Saprissa und Liga Deportiva Alajuelense.

Die costa-ricanische Nationalmannschaft hat bisher drei Mal an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft teilgenommen: Italien 1990, Korea/Japan 2002 und Deutschland 2006. Bei den letzten zwei WM-Teilnahmen kam das Team zwar nicht über die Gruppenphase hinaus, doch in Italien erreichte Costa Rica immerhin das Achtelfinale, das gegen die ehemalige Tschechoslowakei mit 1:4 verloren wurde.

Der Frauenfussball in Costa Rica erfreut sich wachsender Beliebtheit und konsolidiert sich zunehmend. Bisher gelang zweimal die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft: Für die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Neuseeland 2008 und die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2010. Auch wenn in beiden Turnieren lediglich Niederlagen heraussprangen, werden die Bemühungen um den Frauenfussball kontinuierlich fortgesetzt, so dass Costa Rica auch in sportlicher Hinsicht ein würdiger Gastgeber des Turniers 2014 sein wird.