Colonia del Sacramento begeistert mit einer Altstadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, einer einzigartigen Lage am Ufer des Río de la Plata sowie einer hervorragenden Küche.

Die Stadt zählt aufgrund ihrer Sehenswürdigkeiten und strategisch günstigen Lage zu den Touristenattraktionen Uruguays. Von Montevideo ist sie in zwei Autostunden, von Buenos Aires in einer Stunde erreichbar. Schätzungen zufolge wird Colonia pro Jahr von etwa zwei Millionen Touristen besucht.

In der historischen Altstadt mit ihren Kopfsteinpflasterstraßen kommen Geschichts- und Kulturbegeisterte gleichermaßen auf ihre Kosten. Museen, Theater, Kunst und Kunsthandwerk runden diese Reise in die Vergangenheit ab und machen sie zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Altstadt kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Gastronomie. Käsespezialitäten und Marmelade aus der Region sind sehr empfehlenswert. Colonia bietet für jeden Geschmack hervorragende Unterkünfte – vom Fünf-Sterne-Hotel über Gasthäuser bis hin zu Kolonialbauten, in denen die Geschichte noch lebt.

Die Stadt wurde 1680 vom Portugiesen Manuel Lobo gegründet und stand mehrmals unter portugiesischer und spanischer Herrschaft, bis sie 1825 schließlich mit dem Rest des Landes unabhängig wurde. Diese Vergangenheit spiegelt sich auch in der Architektur wieder, die beide Kolonialstile miteinander vereint.

Neben der Altstadt ist auch ein Spaziergang auf der Uferpromenade Rambla interessant, die nach vier Kilometern zur Stierkampfarena Real de San Carlos führt. Sie war ursprünglich von den Spaniern errichtet worden und bietet nach dem Verbot der Stierkämpfe nun Raum für Kunst- und Kulturveranstaltungen.

Ganz in der Nähe befindet sich mit der Iglesia de San Benito, der Kirche mit dem Bild des schwarzen Heiligen, eine weitere Sehenswürdigkeit.

Unvergesslich sind auch die Sonnenuntergänge über dem Río de la Plata, ein Naturschauspiel, das sich auf der langgestreckten Rambla, am Leuchtturm oder am alten Kai beobachten lässt. 

Sehenswürdigkeiten
Calle de los Suspiros
Dieses geschichtsträchtige Kopfsteinpflastersträßchen befindet sich mitten in der Altstadt, zählt zu den Wahrzeichen der Stadt und zieht die Besucher mit schön restaurierten Häusern aus der Kolonialzeit in ihren Bann. 

Der alte Leuchtturm
Der Leuchtturm wurde 1857 eingeweiht. Über eine enge Wendeltreppe gelangt man hinauf und wird mit einer wunderschönen Aussicht auf die Stadt belohnt. Ein perfekter Ort, um die spektakulären Sonnenuntergänge zu bestaunen und die Stadt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Museo del Azulejo
Das portugiesische Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert zählt zu den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das Museum bietet eine beeindruckende Sammlung spanischer und französischer Kacheln, die seit dem 19. Jahrhundert Bestandteil der Architektur der Region des Río de la Plata sind. Das Gebäude selbst ist ebenfalls absolut sehenswert, da die Wände, ein Träger und ein Teil des Bodens noch vom ursprünglichen Bauwerk erhalten sind.

Fussball in Colonia
Die Stadt kann mit regen Aktivitäten in der lokalen und regionalen Liga aufwarten, ihr ganzer Stolz ist jedoch der Club Plaza Colonia. Es handelt sich nämlich um den einzigen Klub aus dem Landesinneren Uruguays, der in der Saison 2017 in der ersten Liga des Landes aktiv war.

Der Klub stieg erst im Jahr 2000 in den Profifussball ein, erlebte diverse Höhen und Tiefen und gewann in der Saison 2015/16 schließlich den Titel in der Clausura-Meisterschaft. Dieser unvermutete Titelgewinn brachte Plaza Colonia den Spitznamen Das Leicester City Uruguays ein.

Außerdem ist Colonia der Geburtsort von Alberto Suppici. Der mittlerweile verstorbene Trainer errang mit Uruguay bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1930 den Titel.