Nicht nur die Weltmeisterinnen aus Deutschland haben am Sonntag Rekorde aufgestellt. Auch die TV-Sendeanstalten der zwei Länder, die sich im Finale der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2007 in China gegenüberstanden, Deutschlands ZDF und Brasiliens Rede Bandeirantes, haben trotz der ungünstigen Zeitverschiebungen neue Zuschauerrekorde aufgestellt.

Rede Bandeirantes erreichte das außerordentliche Ergebnis von rund 15 Punkten, drei Mal so viel wie an einem ganzen Sonntag und weit über den Erwartungen des Senders selbst.

Das ZDF erreichte die Marke von 9,05 Millionen Zuschauern, was einem Marktanteil von 50,5 % entspricht. Das ZDF, das sich die Übertragungsrechte für die dreiwöchige Veranstaltung mit der ARD teilte, war begeistert über dieses Ergebnis, das sogar den Zuschauerrekord bei der UEFA Champions League-Begegnung zwischen dem AC Mailand und Bayern München aus der Saison 2005/06 (8,1 Millionen Zuschauer zur besten Sendezeit) übertraf.

Die Direktübertragung des Formel 1 Grand Prix in Japan, die ebenfalls am Sonntag ausgestrahlt wurde, lockte 2,2 Millionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte. Zum Vergleich: Die höchste Zuschauerzahl für eine Formel 1-Übertragung bisher in Deutschland betrug 7,95 Millionen Zuschauer für den Großen Preis von Europa, der ungefähr zur gleichen Zeit wie das Finale der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2007 ausgestrahlt wurde.

"Diese hervorragenden Ergebnisse, die den außerordentlichen Zuschauerzuspruch in den Stadien während des gesamten Wettbewerbs sowie die ständig steigende Anzahl von Fussballerinnen auf der ganzen Welt widerspiegeln, sind der Beweis für den fantastischen Aufschwung im Frauenfussball insgesamt. Dies sind weitere ermutigende Nachrichten für all jene, die dem Beispiel der FIFA folgen und fest an die Zukunft des Frauenfussballs glauben", kommentierte FIFA Präsident Joseph S. Blatter.

Das Finale der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2003 zwischen Deutschland und Schweden erreichte damals sogar die Zuschauerzahl von 11,38 Millionen, doch da dieses Spiel zur besten Sendezeit am Abend gezeigt wurde, blieb der Marktanteil deutlich unter dem des diesjährigen Finales am Sonntag, dem 30. September am frühen Nachmittag (33,8 % gegenüber 50,5 %). Diese ersten, vielversprechenden Zahlen bestätigen die hohen Erwartungen in die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2007, die erstmals in 200 Länder übertragen wurde - auch dies ist ein neuer Rekord.