In einem packenden Duell hat sich Italien als erstes Team für das Viertelfinale qualifiziert. Im Al Salam Stadium von Kairo triumphierten die Azzurrini mit 3:1 gegen die bis dahin punktverlust- und gegentorlosen Spanier.
Das Duell zweier großer Fussball-Nationen begann verhalten, da sich beide Mannschaften durchaus der K.o.-Situation bewusst waren. Erstmals Torgefahr kam in der 10. Minute auf, als Fabio Sciacca den Ball nur um Haaresbreite am linken Pfosten vorbeischoss. Die Spanier hingegen beschränkten sich weitgehend auf die Ballkontrolle, ohne wirklich gefährlich zu werden.
Nach knapp einer halben Stunde der Schock: Alberto Botia musste wegen groben Foulspiels mit Rot das Feld verlassen - die Furia Roja damit für den Rest des Spiels nur noch zu zehnt. Die Azzurrini nutzten die Überzahl und hätten kurz vor der Halbzeit beinahe die Führung erzielt, als Andrea Mazzarani mit seinem Versuch aber über das Gehäuse zielte (40.)
Spaniens Aaron Niguez eröffnete den zweiten Durchgang mit einem fulminanten Schuss aus 16 Metern - knapp drüber. Im Gegenzug fiel das erste Tor. Mattia Mustacchio wurde glänzend freigespielt und der Italiener brachte den Ball überlegt an Sergio Asenjo vorbei (55.). Während sich die Azzurrini scheinbar noch im Jubelrausch befanden, drosch der eingewechselte Ander der Ball direkt nach Wiederanpfiff an die Unterkante der Latte, Torhüter Vincenzo Fiorillo hatte das runde Leder mit den Fingerspitzen entscheidend abgelenkt. Nur Sekunden später köpft Emilio Nsue aus sechs Metern über das Gehäuse (57.). Die Spanier drehten auf einmal wie entfesselt auf und drängten auf den Ausgleich.
Der zweite Treffer des Spiels fiel aber erneut auf der anderen Seite. Mazzarani stand nach einem Missverständnis in der Abwehr frei vor dem Tor und vollendete zum 2:0 (61.). Die Vorentscheidung? Keineswegs, denn keine fünf Minuten später ließ sich italienische Abwehr zu einem Trikot-Zupfer im Strafraum hinreißen, Niguez nahm die Gelegenheit per Strafstoß dankend an (66.). Weitere Chancen der Spanier blieben ungenutzt (71./75.).
Durch den Sturmlauf der Furia Roja ergaben sich nun Freiräume für Konter der Italiener. Francesco Bini traf dabei den Pfosten (77.), weitere Möglichkeiten vereitelte ein ums andere Mal Torhüter Asenjo. In der 84. Minute zeigte Schiedsrichter Hector Baldassi erneut auf den Punkt - erneut für Spanien. Auch diesmal trat Niguez an, scheiterte aber an Fiorillo. Kurz vor Schluss fiel die Entscheidung: Nach dem Giacomo Bonaventura das dritte Tor nur knapp verfehlte (85.), war es erneut Mustacchio, der einen Konter mustergültig zum 3:1-Endstand abschloss (87.).
