Wie schon beim afrikanischen Qualifikationsturnier setzte sich auch dieses Mal Nigeria dank seiner größeren Erfahrung durch. Trotz tapferer Gegenwehr konnte Sambia am Ende nicht verhindern, dass die Super Eagles im Achtelfinale am 12. Juli in Ottawa mit 2:1 die Oberhand behielten.

Das rein afrikanische Duell hatte schon im Vorfeld für zahlreiche Emotionen gesorgt und war mit großer Spannung erwartet worden. Der amtierende Vize-Weltmeister von 2005 ging bereits in der 3. Minute durch ein Kopfballtor von Uwa Echiejile in Führung. Sambia hatte danach große Mühe, seinen Rhythmus zu finden und stand fortan faktisch unter Dauerbeschuss. Nur Torhüter Jacob Banda, der sich wiederholt auszeichnen konnte, war es zu verdanken, dass die nigerianische Führung in dieser Phase nicht noch höher ausfiel. Erst als sich eine Unaufmerksamkeit in der nigerianischen Hintermannschaft einschlich, nutzte Rodgers Kola die Gelegenheit, um eine Hereingabe von Emmanuel Mayuka Ball gleichfalls per Kopf über die Linie zu drücken (33.).

Nachdem sich ein heftiger Regenguss über das Stadion ergossen hatte, kam in der zweiten Hälfte wieder die Sonne zum Vorschein. Und die brachte auch bald den entscheidenden Treffer dieser Partie, als Chukwuma Akabueze unhaltbar zum 2:1 für Nigeria einschoss (57.) und damit unter den nigerianischen Zuschauern auf den Rängen einen Sturm der Begeisterung auslöste. Von da an änderte sich am Ergebnis nichts mehr, obwohl beide Teams noch zahlreiche Chancen hatten, die sie jedoch nicht in Zählbares ummünzen konnten.

Nigeria reist nun nach Montreal weiter und trifft dort im Viertelfinale auf Chile. Das Team aus Sambia dagegen muss sich aus Kanada verabschieden, darf dies allerdings mit hoch erhobenem Haupt tun.