Das Sommermärchen ist für Österreich beendet. Im Halbfinale der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Kanada 2007 unterlag das Team von Paul Gludovatz am Mittwochabend im Commonwealth Stadion von Edmonton der Tschechischen Republik mit 0:2.
Auf Seiten der Österreicher stellte Trainer Paul Gludovatz die
halbe Mannschaft um. Thomas Panny fiel nach einem Wadenbeinbruch
aus, Michael Stanislaw und Michael Madl waren nach ihrer zweiten
Gelben Karte gesperrt. Zudem ließ der Coach Spielmacher Zlatko
Junuzovic, Bernhard Morgenthaler sowie Rubin Okotie zunächst auf
der Bank. Für sie spielten Daniel Gramann, Siegfried Rasswalder,
Martin Harnik, Thomas Hinum, Tomas Simkovic und Erwin Hoffer,
Schütze des Siegtreffers im Viertelfinale gegen die USA, von Beginn
an.
Doch die Partie verlief alles andere als nach Plan für die
Österreicher. Schon nach vier Minuten lag das Team aus der
Alpenrepublik zurück. Lubos Kalouda schoss einen Freistoß von der
linken Strafraumkante direkt aufs Tor. Torhüter Michael Zaglmair
konnte den scharf getretenen Schuss nicht festhalten, und so konnte
Tomas Micola aus drei Metern zum 1:0 abstauben.
Österreich hatte sich kaum von diesem frühen Schock erholt, da musste Zaglmair in der 15. Minute erneut hinter sich greifen. Ein schneller und geschickt vorgetragener Angriff über die rechte Seite erwischte das ÖFB-Team erneut kalt. Ondrej Kudelas präzise Flanke nutzte Martin Fenin freistehend vor dem Tor aus neun Metern zum 2:0.
Die Tschechen waren im ersten Durchgang tonangebend, zogen sich jedoch nach der 2:0-Führung etwas zurück, was den Österreichern Chancen eröffnete. Die beste Möglichkeit hatte noch Markus Suttner, als er aus 30 Metern abzog, doch der Ball verfehlte um wenige Zentimeter das Tor. Kurz vor der Halbzeitpause hatten die Tschechen noch einmal die Gelegenheit, das Ergebnis zu erhöhen, doch nach einer schönen Kombination zwischen Micola und Kalouda scheiterte Marek Strestik an Keeper Zaglmair.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit kam Junuzovic für Harnik ins Spiel, doch auch der Spielmacher konnte die Partie nicht entscheidend drehen. Die Tschechen spielten nun sehr routiniert, standen in der Defensive sicher und verlegten sich ganz auf Konter. Bei den Österreichern bemühten sich im Angriff Hoffer und der später eingewechselte Rubin Okotie, doch sie konnten Tschechiens Torhüter Radek Petr nicht in Verlegenheit bringen.
Okotie hatte noch die beste Chance, als er in der 83. Minute nach einem weiten Einwurf per Kopfball das Tor nur knapp verfehlte. Kurz darauf streifte ein 25-Meter-Schuss von Hackmaier am Ziel vorbei.
Doch am Ende blieb es beim 2:0 für die Tschechische Republik, die damit ins Finale einzieht und am Sonntag in Toronto auf den Gewinner der Partie zwischen Argentinien und Chile trifft. Österreich muss im Spiel um Platz 3 ebenfalls am Sonntag in Toronto gegen den Verlierer des zweiten Halbfinals antreten.

