Die FIFA hat den 14. und den 15. Juli (die Antidiskriminierungs-Tage der FIFA) als Plattform für eine weltweite Botschaft gegen den Rassismus genutzt. Die Spielführer der acht noch bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Kanada 2007 vertretenen Mannschaften verlasen dabei eine Erklärung, die zum Ziel hat, den Rassismus aus dem Fussball und aus der Gesellschaft als solches zu verbannen. Anschließend posierten die an den Spielen beteiligten Mannschaften jeweils gemeinsam mit einem Banner mit der Aufschrift "Say No to Racism".
FIFA.com hat die Reaktionen der Hauptakteure - der Spieler und Trainer der acht Mannschaften im Viertelfinale - gesammelt. Sie alle hegen die Hoffnung, dass sich mit dieser Initiative die Geißel des Rassismus endgültig aus dem Fussball vertreiben lässt.
Matias Cahais (Kapitän, Argentinien):
"Ich bin zwar noch nie direkt mit Rassismus
konfrontiert worden, aber ich bin natürlich stolz, an dieser
Initiative der FIFA teilnehmen zu können. Rassismus muss aus dem
Fussball verbannt werden, aber auch aus der Welt. Wir, die Spieler,
tun alles in unserer Macht stehende, um dazu beizutragen."
Paul Gludovatz (Trainer, Österreich):
"Der Fussball kann zum Kampf gegen Rassismus beitragen.
Wir haben in unserer Mannschaft Jungs aus aller Herren Länder und
Kulturen. Rassismus hat nirgendwo etwas zu suchen, und im Fussball
ganz sicher weniger als je zuvor."
José Sulantay (Trainer, Chile):
Rassismus ist ein Problem, das die ganze Welt und damit
leider auch die Fussballplätze betrifft. Ich glaube an Gott, und
für mich hat Rassismus nichts in den Stadien zu suchen. Das ist
eine Entartung. Ich bin daher begeistert, dass die FIFA bei dieser
Erklärung die Initiative übernommen hat."
Thomas Rongen (Trainer, USA):
"Wir sind das beste Beispiel für Einigkeit und eine auf
Brüderlichkeit und Zusammenarbeit basierende Philosophie. Die USA
sind ein Schmelztiegel und unsere Mannschaft spiegelt das wider.
Wir haben in unserer Mannschaft Haitianer, Weiße und Latinos aus
den unterschiedlichsten sozialen Schichten. Wir leben und arbeiten
in gegenseitigem Respekt und Vertrauen zusammen. Ich bin sehr
stolz, Teil dieser Gruppe zu sein."
Jesús Ramírez (Trainer, Mexiko):
"Ich habe zum Glück noch nie einen rassistischen Vorfall
im Stadion miterlebt. Der Fussball kann im Kampf gegen den
Rassismus helfen - im Sport wie im Alltag."
Ezekiel Bala (Kapitän, Nigeria):
"Es ist schwierig zu sagen, wie man den Rassismus
bekämpfen kann. Auf den Fussballplätzen ist er leider immer noch
Realität. Wir als afrikanische Spieler erleben das regelmäßig. Es
ist gut, dass die FIFA gegen diese Plage vorgeht, denn es haben
einfach zu viele darunter zu leiden."
Jan Simunek (Kapitän, Tschechische Republik):
"Ich unterstütze diese Initiative, weil wir alle gleich
sind. Die Hautfarbe spielt nicht die geringste Rolle."
Miroslav Soukup (Trainer, Tschechische Republik):
"Im Sport gibt es keine Feinde, sondern nur Gegner. Es
gibt keinen Hass. Wir gehen auf den Platz und hoffen, dass wir
gewinnen. Aber nie sind unsere Gegenspieler Feinde, woher sie auch
kommen. Ob aus Afrika oder aus Asien, spielt keine Rolle. Wir sind
alle gleich."
