Deutschland startet an diesem Donnerstag in Santiago gegen Kongo DR in die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Chile 2008. Das Team von Trainerin Maren Meinert will unbedingt mit drei Punkten für das erste Ausrufezeichen in der Gruppe C sorgen. Die erfahrene Verteidigerin Carolin Schiewe von Turbine Potsdam nahm sich vor dem Auftaktspiel Zeit für ein Exklusiv-Interview mit FIFA.com.   

Caro, bei der letzten FIFA U-20-Frauen-WM vor zwei Jahren in Russland verlor Deutschland zum Auftakt gegen den späteren Titelträger Korea DVR. Du warst damals dabei. Einen erneuten Fehlstart möchtest Du sicher nicht erleben...
Uns ist klar, dass wir auf jeden Fall verhindern wollen, nochmal so ins Turnier zu starten wie 2006. Es ist sehr wichtig für uns, dass gegen Kongo drei Punkte gesichert werden. Vor allem, weil wir dadurch mehr Sicherheit und Selbstvertrauen erlangen.

Wie stark schätzt Du die Spielerinnen von Kongo DR ein, mit denen Ihr ja schon seit einigen Tagen im gleichen Hotel seid?
Um ehrlich zu sein: Wir wissen nicht viel über sie, außer dass sie sehr athletisch und sehr schnell sind. Für uns wird es deshalb darum gehen, uns auf unsere eigenen Stärken zu besinnen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir gewinnen werden, wenn wir das abrufen, was wir können. Drei Punkte müssen her.

Was zeichnet Eure Mannschaft fussballerisch aus?
Ich denke, wir sind ein sehr kompaktes Team, technisch und taktisch stark, und wir haben einen großen Siegeswillen. Es macht großen Spaß, ein Teil dieser Mannschaft zu sein.

Wie steht es kurz vor Eurem Auftaktspiel um die Stimmung im Team?
Die Stimmung ist wirklich gut, wir haben jede Menge Spaß zusammen und genießen es, in Chile zu sein. Aber man merkt natürlich schon, dass jetzt die Anspannung und die Konzentration steigt. Aber so muss es ja auch sein, denn es dauert nicht mehr lange, bis es endlich losgeht.

Kommt auch Nervosität auf?
Ich selbst bin eine Spielerin, die dieses Gefühl eigentlich selten spürt. Aber ich denke, es ist normal, dass die Jüngeren bei uns schon auch ein bisschen nervös sind, ganz klar.

Wie kannst Du in solchen Momenten helfen?
Die erfahreneren Akteurinnen übernehmen immer die Verantwortung. Wenn ich merke, dass die Jüngeren unter uns nervös sind, dann geh ich vor dem Spiel schon auch nochmal hin und spreche ihnen gut zu. So auch morgen, denn wir wollen gegen Kongo bereit sein und alles geben.