Die Bühne steht, und Las Rojitas sind bereit für jene 90 Minuten, auf die sie so lange gewartet haben. In seinem Auftaktspiel der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft 2008 will Gastgeber Chile die Früchte harter Arbeit ernten, indem man in Coquimbo die Engländerinnen bezwingt.
Trainerin Marta Tejedor ist es gelungen, die besten Spielerinnen des südamerikanischen Landes in den vergangenen Monaten auf ein höheres Level zu hieven. Optimistisch gibt sich die gebürtige Spanierin: "Wir sind sehr gespannt und freuen uns sehr auf die Partie, denn wir erwarten, dass das Stadion voll sein wird. Meine Spielerinnen sind in jeder Hinsicht gut vorbereitet."
Das chilenische Ensemble kann auf die Unterstützung der gesamten Nation zählen, weiß jedoch auch, dass es auf eine englische Mannschaft trifft, die in dieser Altersklasse zur Weltelite gehört. "Ich mag es, Teams zu studieren, und das habe ich natürlich auch mit England gemacht. Ich will keine Blumen nach England schicken, aber ich denke, dass sie großartige Spielerinnen haben", so die Trainerin.
"Beide Teams wollen attraktiven Fussball spielen"
Doch Tejedor ist nicht die einzige, die den bevorstehenden Gegner lobt. "Wir haben im Februar hier in Coquimbo gegen Chile gespielt, und wir sind sehr beeindruckt, welchen Fortschritt diese Mannschaft seit damals gemacht hat", erklärte Englands Coach Mo Marley. "Ich erwarte ein schweres Spiel, aber auch ein interessantes, denn beide Teams wollen attraktiven Fussball spielen. Am Ende wird auch die Psychologie und die Fitness entscheidend sein."
England ist mit hohen Ambitionen nach Chile gereist und schickt sich an, ein erstes Ausrufezeichen in Richtung der Hochkaräter des Frauenfussballs zu schicken, indem man das Estadio Francisco Sánchez Rumoroso heute Abend verstummen lassen will. "Es ist ein fantastisches Stadion, und wir sind sehr zufrieden mit der Qualität des Rasens. Wir freuen uns darüber, die Möglichkeit zu haben, hier unser Auftaktspiel zu bestreiten", so Marley, die die Pressekonferenz am Dienstagabend allerdings nicht ohne positive Worte in Richtung des Turnier-Gastgebers verließ: "Die gesamte Organisation und die Gastfreundschaft sind erste Klasse."
Tejedor wäre glücklich, wenn sie noch mehr lobende Worte von Marley hören würde - vor allem nach dem ersten Showdown in Chile 2008.
