Turnierdebütant Schweiz hat sich mit einem 2:1-Sieg gegen Italien in Ijebu-Ode den Einzug ins Halbfinale der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Nigeria 2009 gesichert. Trotz Unterzahl über 27 Minuten setzten sich die Eidgenossen durch, auch weil Keeper Benjamin Siegrist einen Elfmeter halten konnte. Nun trifft das Ensemble aus Europa in Lagos auf Kolumbien.
Mit feinem Spiel über die Flügel präsentierten sich die Italiener zunächst als die leicht dominante Mannschaft, ohne sich jedoch klare Torchancen zu erspielen. Es dauerte rund 15 Minuten, ehe die Schweiz durch einen Fernschuss von Oliver Buff fast in Führung gegangen wäre, aber der Ball flog knapp über die Querlatte. Kurz darauf scheiterte Roman Büss mit einem Schussversuch an Italiens Keeper Mattia Perin.
Fortan drängten die Schweizer die Azzurrini immer tiefer in deren eigene Hälfte und sollten dafür belohnt werden: Nach einem sehenswerten Flügellauf und einer präzisen Flanke von Ricardo Rodriguez setzte Nassim Ben Khalifa einen Volleyschuss in die Maschen, um das 1:0 zu erzielen. Italien hatte allerdings die perfekte Antwort. In der 32. Minute ließ sich Federico Carraro nicht zweimal bitten und platzierte einen Freistoß aus 22 Metern gekonnt ins linke untere Toreck, um für den Ausgleich verantwortlich zu zeichnen.
Nach dem Seitenwechsel wurde das Ensemble von Coach Pasquale Salerno immer stärker. Nur dank einer Rettungsaktion von Rodriguez auf der eigenen Torlinie nach einer Großchance für Giacomo Beretta sowie einer Glanzparade von Siegrist nach einem Schuss von Marco Fossati konnte die Schweiz im Spiel bleiben. Das Duell der beiden europäischen Ensembles entwickelte sich nun immer mehr zu einem offenen Schlagabtausch.
Nach 61 Minuten wurde es dann dramatisch: Infolge eines Eckballs wurde zunächst Buff als Torschütze des 2:1 gefeiert, weil er einen satten Schuss von der Strafraumgrenze verwerten konnte. Nur Sekunden später aber galt der Schweizer Jubel Torhüter Siegrist, der nach einem Foul von Kapitän Frederic Veseli an Beretta den folgenden Strafstoß von Fossati parieren konnte. Obwohl Veseli aufgrund seines Fouls vom Platz gestellt wurde und die Eidgenossen in der Schlussphase mit einem Mann weniger auskommen mussten, gelang es ihnen, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.
