Kolumbien hat das Südamerika-Duell gegen Argentinien durch zwei späte Treffer mit 3:2 für sich entschieden und ist in das Viertelfinale der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Nigeria 2009 eingezogen.
Die Zuschauer in Ijebu-Ode sahen von Beginn an eine unterhaltsame Partie und hätten bereits nach sieben Minuten fast das erste Tor erlebt. Der Argentinier Danviel Villalva traf jedoch nur den Pfosten. Kolumbien hätte im Gegenzug ebenfalls die Führung erzielen können, doch Stiveen Mendoza verfehlte das gegnerische Gehäuse knapp.
Als die Kolumbianer immer besser ins Spiel kamen, schlugen die Gauchos zu. Leandro Gonzalez Pirez eroberte in der Hälfte des Gegners den Ball, ließ einige Kolumbianer stehen und markierte den ersten Treffer der Begegnung (17.). Cristian Bonilla im Tor Kolumbiens war chancenlos. In der Folgezeit machte Kolumbien mehr Druck und kam durch Fabian Castillo zu guten Chancen, doch Argentiniens Schlussmann Damián Martínez war ein ums andere Mal zur Stelle.
Auch Abschnitt zwei brachte ein hohes Tempo mit sich. Wilson Cuero scheiterte früh mit einem Kopfball aus kurzer Distanz, so dass Argentinien weiter in Führung blieb. Auf der anderen Seite machte es Sergio Araujo besser. In der 57. Minute ließ er gleich vier Gegenspieler stehen und erzielte das 2:0 für seine Mannschaft. Die Cafeteros gaben sich jedoch auch jetzt nicht geschlagen und wurden in der 63. Minute für ihre Bemühungen belohnt. Nach einer Ecke staubte Jeison Murillo zum Anschlusstreffer ab.
Vier Minuten später hatte Kolumbien die große Chance zum Ausgleich. Nach einem Handspiel im Strafraum sah Argentiniens Esteban Espindola die Gelb-Rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Fernando Cuellar zwar, doch Schiedsrichter Wolfgang Stark ließ den Elfmeter wiederholen. Im zweiten Versuch traf Cuellar nur den Pfosten. Die Kolumbianer stürmten weiter auf das Tor der Argentinier an, doch Keeper Martínez präsentierte sich in einer tollen Verfassung und verhinderte ein ums andere Mal den Ausgleich.
Als sich bereits alle Zuschauer auf einen Sieg der Albicelste einstellten, schlug Kolumbien gnadenlos zurück. Zuerst war es der eingewechselte Jean Blanco, der Martínez überwand (88.), in der ersten Minute der Nachspielzeit markierte dann der ebenfalls eingewechselte Héctor Quiñónez den viel umjubelten Siegtreffer für sich nie aufgebende und tapfer kämpfende Kolumbianer, die nun in der Runde der letzten Acht stehen.
