Mit einem 2:2-Remis in Calabar gegen Gambia hat sich Kolumbien den zweiten Platz der Gruppe C bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Nigeria 2009 gesichert. Während die Südamerikaner von der 0:1-Niederlage der Niederlande gegen Iran profitiert und damit das Achtelfinale erreicht haben, müssen die Afrikaner, die zur Halbzeit bereits mit 2:0 führten, als Gruppenletzter den Heimweg antreten.

Die Kolumbianer erwischten den eindeutig besseren Start und dominierten den afrikanischen Kontinental-Champion in den Anfangsminuten nach Belieben. Allerdings gelang es ihnen nicht, den finalen Pass zu spielen, so dass sie ihr Glück überwiegend mit Distanzschüssen versuchen, die ihr Ziel verfehlten. Mit dem ersten gefährlichen Angriff ging Gambia jedoch dann nach 19 Minuten in Führung, als Kapitän Ebrima Bojang auf der rechten Seite in Szene gesetzt wurde und sein Aufsetzer vom kolumbianischen Torhüter Cristian Bonilla nur abgefälscht werden konnte, woraufhin der lauernde Lamin Sarjo Samateh keine Mühe hatte, per Abstauber zu verwerten.

Fortan wurde das Team von Coach Tariq Saigy stärker. Samateh hätte wenige Minuten später auf 2:0 erhöhen können, doch diesmal konnte Bonilla das Leder sicher festhalten. Kolumbien erholte sich erst allmählich wieder vom Schock des Rückstands. In der 35. Minute allerdings hätten sie fast den Ausgleich bejubeln dürfen, als ein fulminanter 30-Meter-Linksschuss des quirligen Stiveen Mendoza nur um Zentimeter an der falschen Seite des linken Pfostens vorbeirauschte. Kolumbien befand sich aber nur kurz im Aufwind, denn drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff war es Bojang, der mit einem kraftvollen Kopfball nach einer langen Freistoß-Hereingabe von Lamin Gibba den zweiten Treffer Gambias erzielte.

Die Cafeteros taten nach dem Seitenwechsel mehr für ihre Offensive und setzten Gambia mächtig unter Druck, ließen aber den letzten Zug vor dem gegnerischen Tor vermissen und kamen deshalb trotzdem kaum zu guten Chancen. Erst nach 77 Minuten gelang der zu diesem Zeitpunkt verdiente Anschlusstreffer: Mendoza täuschte eine Freistoß-Hereingabe von rechts an, legte aber stattdessen quer in die Mitte, wo Gustavo Cuellar aus 18 Metern einen Flachschuss abgab, der noch abgefläscht wurde und Gambias Schlussmann Baka Ceesay deshalb auf dem falschen Fuß erwischte.

Und eben jener Guellar war es, der den Kolumbianern am Ende doch noch ein Remis sicherte. In der 88. Minute ließ sich Ceesay zu einem überflüssigen Foul im eigenen Strafraum an Wilson Cuero hinreißen und hielt zwar den von Guellar geschossenen Strafstoß, doch das Duell aus elf Metern musste wiederholt werden, da sich der Keeper zu früh von seiner Torline nach vorne bewegte. Im zweiten Versuch setzte der Mittelfeldmann den Ball eiskalt in den rechten oberen Winkel, um den 2:2-Endstand perfekt zu machen.