Die Schweiz steht in der Runde der letzten 16 bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2009 in Nigeria. In ihrem zweiten Spiel der Gruppe B in Lagos bezwangen die Eidgenossen Japan nach einem packenden Duell mit 4:3 und haben damit ihre "weiße Weste" bewahrt. Japan wartet weiter auf den ersten Punkt.
Nach neun Minuten stellten die Ostasiaten erstmals unter Beweis, dass sie der Schweiz einen harten Kampf liefern würden. Takumi Miyayosi ließ nach einem feinen Zuspiel von Yuki Horigome zwei Gegenspieler stehen und schoss das Leder zur Führung ins gegnerische Netz. In den Folgeminuten bewahrte der Schweizer Keeper Benjamin Siegrist sein Team vor einem größeren Rückstand. Doch nach 20 Minuten konnte auch er das 2:0 der Japaner durch einen Kopfball des abermaligen Torschützen Miyayosi nicht verhindern.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang den Schweizern allerdings der wichtige Anschlusstreffer: Haris Seferovic ließ die gesamte gegnerische Abwehr stehen und traf mit einem satten Schuss. Und nur Sekunden später hätte Granit Xhaka fast den Ausgleich erzielt, als sein Schuss nach einer sehenswerten Ballannahme im gegnerischen Strafraum an der Latte abprallte.
Die Dramatik sollte sich nach der Pause noch vergrößern. Nach 48 Minuten foulte Japans Schlussmann Jun Kamita den Schweizer Nassim Ben Khalifa, doch Seferovic scheiterte per Elfmeter an Kamita und traf im Nachsetzen nur das Aluminium. Doch drei Minuten später machte es der "Unglückrabe" besser: Seferovic verwertete eine präzise Flanke zum 2:2.
Weitere zwei Minuten später sollte der große Auftritt von Xhaka folgen: Der Stürmer der Schweiz nahm einen Ball auf dem rechten Flügel an, zog in den gegnerischen Strafraum, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und versenkte seinen Schuss unhaltbar im linken unteren Toreck. In der 74. Minute besorgte Ricardo Rodriguez infolge eines Eckballs und eines von Yoshiaki Takagi auf der eigenen Torlinie geblockten Kopfballs per Nachsetzen aus kurzer Distanz die 4:2-Vorentscheidung. Japans dritter Treffer in der Nachspielzeit von Yuki Horigome erwies sich am Ende nur noch als Ergebniskosmetik.
