Der Iran hat einen Auftakt nach Maß in die FIFA U-17-Weltmeisterschaft Nigeria 2009 erwischt. Der Asienmeister setzte sich in der Gruppe C in Calabar mit 2:0 gegen Gambia durch. Die beiden starken Stürmer Payam Sadeghian und Kaveh Rezaei machten mit ihren beiden Treffern den Unterschied aus, während sich die Afrikaner durch zwei Platzverweise selbst schwächten.

In einer zunächst ausgeglichenen Partie hatten die Afrikaner die erste Einschussmöglichkeit, als der pfeilschnelle Kapitän Ebrima Bojang bei einem Sololauf auf dem rechten Flügel drei Gegenspieler stehen ließ, dann aber aus spitzem Winkel über das gegnerische Gehäuse schoss. Fortan wurden die Iraner stärker und deuteten mit einem Freistoß von Payam Sadeghian, der von Gambias Keeper Ousman Darboe pariert werden konnte, ihr Bestreben an, unbedingt drei Punkte einfahren zu wollen.

Der Afrikameister wurde immer stärker, zumal Gambia durch eine Gelb-Rote Karte für Buba Sama geschwächt wurde, und kam unmittelbar vor dem Pausenpfiff zur Führung: Darboe trat bei einem Abstoß unglücklich in den Boden und beförderte das Leder nur wenige Meter nach vorne, Sadeghian reagierte blitzschnell und schoss mühelos ins leere Tor ein.

Mit der drohenden Auftaktniederlage konfrontiert, tat Gambia nach dem Seitenwechsel mehr, um zumindest zum Ausgleich zu kommen. Allerdings erwies sich das Team von Coach Tariq Saigy vor dem gegnerischen Tor als zu harmlos. Stattdessen hätte der asiatische Kontinental-Champion in der 73. Minute auf 2:0 erhöhen müssen, als die beiden Angreifer Kaveh Rezaei und Sadeghian infolge eines schnell vorgetragenen Konters eine Zwei-gegen-Zwei-Situation vorfanden, aber nicht mehr als einen von Keeper Darboe entschärften Sadeghian-Schuss aus 18 Metern folgen ließen. Rezaei machte es acht Minuten vor dem Schlusspfiff besser, indem er einen flachen Linksschuss zum Endstand ins gegnerische Netz setzte. Zu allem Überfluß sah der eingewechselte Dembah Janneh dann auch noch die Rote Karte.

Mit dem 2:0-Erfolg hat der Iran seine Chancen angesichts der noch wartenden schweren Gegner Niederlande und Kolumbien in der Gruppe C am Leben erhalten. Gambia muss dagegen fortan einen Gang höher schalten, will man sich für die K.o.-Runde qualifizieren.