Italien hat das Viertelfinale der FIFA U-17-WM 2009 in Nigeria erreicht. In der Runde der letzten 16 setzte sich der Nachwuchs des amtierenden FIFA Weltpokal-Siegers im Ahmadu-Bello-Stadion von Kaduna gegen die USA mit 2:1 durch. Die Nordamerikaner müssen damit die Heimreise antreten, während die Italiener auf den Sieger der Partie zwischen Deutschland und der Schweiz treffen.
Die Azzurrini waren von der ersten Minute an haushoch überlegen und hätten bereits früh durch Federico Carraro in Führung gehen können. In den ersten zehn Minuten tauchte der Offensivmann vom AC Florenz gleich doppelt in aussichtsreicher Position vor U.S.-Keeper Earl Edwards auf, verfehlte das gegnerische Gehäuse aber jeweils deutlich. Aus dem Nichts heraus wäre der Verlauf der Anfangsphase dann fast zugunsten der Nordamerikaner auf den Kopf gestellt worden: Dem italienischen Verteidiger Federico Mannini unterlief ein unglückliches Handspiel im eigenen Strafraum, doch Ersatztorhüter Francesco Bardi behielt im daraus erfolgten Duell aus elf Metern gegen Jack McInerney die Oberhand.
Der verschossene Strafstoß der U.S.-Amerikaner sollte sich rächen. In der 29. Minute gewann Petro Iemmello im Mittelfeld ein entscheidendes Kopfballduell und spielte das Leder somit in den Lauf des frei vor dem U.S.-Schlussmann auftauchenden Giacomo Beretta, der keine Mühe hatte, zur Führung einzuschieben. Die Nordamerikaner reagierten geschockt und zeigten sich fortan noch ängstlicher und voller Respekt gegenüber Italien. Zudem unterliefen den jungen Schützlingen von Coach Wilmer Cabrera schlichtweg zu viele leichte Abspielfehler.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die USA mit einem komplett anderen Gesicht. Zunächst hatte Torjäger McInerney bei einem Abschluss aus acht Metern noch Pech, denn er traf noch die Latte, doch in der 51. Minute gelang der Ausgleichstreffer: Nick Palodichuk sprang nach einem Eckball höher als die gesamte italienische Abwehr, um kraftvoll einzuköpfen.
Doch wie so häufig hatte Italien in seiner typischen effizienten Manier schon fünf Minuten später die perfekte Antwort: Pietro Iemmello wurde vom eingewechselten Stephan El Sharaawi freigespielt, drehte sich, zögerte nicht lange und hämmerte den Ball unhaltbar für Keeper Edwards aus 18 Metern ins Tor. In der Folge gelang es den Südeuropäern hervorragend, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und den Ein-Tore-Vorsprung zu verwalten. Doch in der Schlussphase hätten die Nordamerikaner noch einmal zum Ausgleich kommen können, als sowohl Victor Chavez als auch Luis Gil alleinstehend vor Italiens Keeper scheiterten. In der Nachspielzeit wurde der frustrierte Juan Agudelo schließlich noch wegen eines Ellbogenchecks vom Platz gestellt.

