Schwieriger, als es das Ergebnis von 3:1 vermuten lässt, gestaltete sich Englands Einzug ins Viertelfinale am Donnerstag, 30. August, in Jeju gegen Syrien.

Die Anfangsphase des Spiels war ausgeglichen. Die designierten Torjäger Rhys Murphy und Mohammad Abadi hatten noch die besten Chancen. Die Führung der Engländer fiel dann bereits in der 17. Minute vom Elfmeterpunkt aus. Schiedsrichter Hernando Buitrago hatte nach einer Ecke von Nathan Porritt ein Handspiel ausgemacht, und Henri Lansbury versenkte das Leder beim fälligen Strafstoß ohne Mühe.

Syrien legte sofort einen Zahn zu. Oday Al Jafal kam in der Folge mit Freistößen dem Ausgleichstreffer gleich drei Mal sehr nah. Die Westasiaten waren dem 1:1 näher als England dem 2:0, und doch bauten die Europäer ihre Führung aus. Wieder war es eine Hereingabe von Porritt, die der Elf von Trainer Mohamad Aljomaa Schwierigkeiten bereitete. Innenverteidiger Krystian Pearce hatte alle Zeit der Welt, den Ball zu kontrollieren und dann in Stürmermanier flach im Tor unterzubringen.

Das 2:0 schmeichelte England, aber nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff hatte Syrien den Anschluss geschafft. Ziad Ajouzs Rechtsschuss von der Strafraumgrenze war für Alex Smithies nicht zu halten, was dem Spiel durchaus gut tat. Weil die Syrer allerdings keine Gelegenheit ausließen, nach vorne zu gehen, taten sich in der Defensive zwangsläufig Lücken auf, in die die Engländer hineinstoßen konnten. So geschehen dann auch in der 62. Minute, als Lansburys flache Flanke in den Strafraum in Murphy einen dankbaren Abnehmer fand. Der Stürmer spitzelte das Leder an Ahmad Madnia vorbei zum 3:1-Endstand ins Tor.

Die niemals aufsteckenden Syrier hatten drei Großchancen, um das Spiel wieder spannend zu machen und England noch mehr unter Druck zu setzen, scheiterten aber entweder am eigenen Unvermögen oder am gut aufgelegten Smithies im Tor des Gegners. Die Mannschaft von John Peacock trifft nun im Viertelfinale auf Deutschland.