- Sieger: Mexiko
- Zweiter: Brasilien
- Dritter: Korea Republik
- Vierter: Japan
- Torjäger: LEANDRO DAMIAO (BRA)
- FIFA Fairplay-Auszeichnung: Japan
- Sieger: Argentinien
- Zweiter: Nigeria
- Dritter: Brasilien
- Vierter: Belgien
- Torjäger: Giuseppe ROSSI (ITA)
Durch den Finalsieg gegen Nigeria gelang Argentinien zum zweiten Mal in Folge der Sprung auf die oberste Stufe des Siegerpodestes. Brasilien musste mit Bronze Vorlieb nehmen.
- Sieger: Argentinien
- Zweiter: Paraguay
- Dritter: Italien
- Vierter: Irak
- Torjäger: Carlos TEVEZ (ARG)
- FIFA Fairplay-Auszeichnung: Argentinien,
- Irak
Die argentinische Olympiaauswahl war mit der Bürde des hohen
Favoriten nach Griechenland gekommen. Eben dieser Favoritenrolle
hatte Argentinien zuletzt weder beim FIFA-Weltpokal Korea/Japan
2002 TM noch bei der Copa América Peru 2004 gerecht werden können,
wobei die Argentinier bei diesem Turnier erst im Finale an
Brasilien scheiterten. Diesmal jedoch waren die Albicelestes fest
entschlossen, die erste Olympische Goldmedaille im Fussball für ihr
Land zu holen, nachdem sie bereits zwei Mal (1928 und 1996) im
Finale eines Olympischen Fussballturniers unterlegen waren.
- Torjäger: Ivan ZAMORANO (CHI)
- FIFA Fairplay-Auszeichnung: Brasilien
16 Nationen, 32 Spiele und 102 Tore - durchschnittlich mehr
als drei pro Spiel - so lauteten die wichtigsten Statistiken des
Olympischen Fussballturniers der Männer in Australien.
- Sieger: Nigeria
- Zweiter: Argentinien
- Dritter: Brasilien
- Vierter: Portugal
- Torjäger: BEBETO (BRA)
- FIFA Fairplay-Auszeichnung: Argentinien
Nigeria schrieb olympische Fussballgeschichte: als erste
afrikanische Mannschaft und überhaupt als erstes Team, das nicht
von den klassischen Fussballkontinenten Europa oder Südamerika kam,
gewannen die "Super Eagles" die Goldmedaille. Auch wenn
das olympische Turnier grundsätzlich ein Wettbewerb für Spieler
unter 23 Jahren bleibt, durften die teilnehmenden Mannschaften 3
Spieler über der Altersgrenze einsetzen, so der Kompromiss zwischen
der FIFA und dem Internationalen Olympischen Komitee.
- Sieger: Spanien
- Zweiter: Polen
- Dritter: Ghana
- Vierter: Australien
- Torjäger: Andrzej JUSKOWIAK (POL)
- FIFA Fairplay-Auszeichnung: Schweden
Nicht oft gewinnt die Gastgebernation beim Olympischen
Fussballturnier die Goldmedaille, doch den Spaniern gelang dieser
Coup auf dramatische Weise.
- Sieger: Sowjetunion
- Zweiter: Brasilien
- Dritter: Bundesrepublik Deutschland
- Vierter: Italien
- Torjäger: ROMÁRIO (Romário de Souza Faria) (BRA)
- FIFA Fairplay-Auszeichnung: Bundesrepublik Deutschland
Die Sowjetunion schrammte zwar bei den Sommerspielen 1988
einige Male hart am Abgrund vorbei, war aber letztlich doch nicht
zu schlagen und gewann zum zweiten Mal die Olympische Goldmedaille.
- Sieger: Frankreich
- Zweiter: Brasilien
- Dritter: Jugoslawien
- Vierter: Italien
- Torjäger: Borislav CVETKOVIC (YUG),
- Stjepan DEVERIC (YUG),
- Daniel XUEREB (FRA)
- FIFA Fairplay-Auszeichnung: Frankreich
Vier Jahre nach dem Boykott der Spiele in Moskau wegen des
Einmarschs in Afghanistan revanchierten sich die Staaten des
Ostblocks mit dem Boykott der Spiele in Los Angeles, wobei
Sicherheitsbedenken vorgeschoben wurden. Wenige Wochen vor Beginn
des Olympischen Fussballturniers zogen sich also die Mitfavoriten
DDR, CSSR und UdSSR zurück, weshalb die Bundesrepublik Deutschland,
Italien und Norwegen nachrückten.
- Sieger: Tschechoslowakei
- Zweiter: Deutsche Demokratische Republik
- Dritter: Sowjetunion
- Vierter: Jugoslawien
Die Olympischen Spiele von 1980 waren beinahe ein reines
Ostblock-Sportfest, weil sie von zahlreichen westlichen Ländern
boykottiert wurden. U.S.-Präsident Jimmy Carter untersagte die
Teilnahme seiner Mannschaft, nachdem die sowjetische Armee in
Afghanistan einmarschiert war. Sechs weitere Nationen, deren Teams
für das Fussballturnier qualifiziert waren, folgten dem
amerikanischen Beispiel - Argentinien, Ägypten, Ghana, der Iran,
Malaysia und Norwegen.
- Sieger: Deutsche Demokratische Republik
- Zweiter: Polen
- Dritter: Sowjetunion
- Vierter: Brasilien
Mit den Olympischen Sommerspielen 1976 begann eine Boykottserie: drei afrikanische Länder - Ghana, Nigeria und Sambia - zogen ihre Teilnahme aus politischen Gründen zurück, ebenso Uruguay.
- Sieger: Polen
- Zweiter: Ungarn
- Dritter: Sowjetunion
- Vierter: Deutsche Demokratische Republik
Ungarn hätte gern zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille
gewonnen, doch die Polen um den überragenden Mittelfeldregisseur
Kazimierz Deyna hatten etwas dagegen und behielten im Finale mit
2:1 die Oberhand. Nachdem Polen zur Halbzeit mit 0:1 in Rückstand
gelegen hatte, nutzte die Mannschaft in der zweiten Hälfte den
beinahe orkanartigen Rückenwind zum Sieg vor 80.000 Fussballfans im
Münchner Olympiastadion.
Die Sommerspiele in Mexico City 1968 waren womöglich die
stürmischsten aller Zeiten, und das Wirrwarr griff zum Teil auch
auf das Fussballturnier über. Am Ende holte Ungarn zum dritten Mal
die Goldmedaille und schaffte es wie vorher nur Großbritannien
(1908 und 1912) und Uruguay (1924 und 1928) zwei Mal hintereinander
bei Olympischen Spielen zu triumphieren.
- Sieger: Ungarn
- Zweiter: Tschechoslowakei
- Dritter: Deutsche Demokratische Republik
- Vierter: Ägypten
Das Olympische Fussballturnier wurde um eine
Ausscheidungsrunde verlängert: auch die zweitplatzierten
Mannschaften der Vorrundengruppen kamen ins Viertelfinale. Doch
noch vor dem Eröffnungsspiel fiel ein Schatten über das Turnier von
1964. In Lima kamen 364 Menschen bei Ausschreitungen nach einem
Qualifikationsspiel zwischen Argentinien und Peru ums Leben.
Nachdem sie drei Mal im Finale das Nachsehen hatten, zahlte
sich die Hartnäckigkeit und das Talent der jugoslawischen
Fussballer endlich aus, und sie konnten die Goldmedaillen mit nach
Hause nehmen.
Wegen der Niederschlagung des Aufstands in Ungarn durch die sowjetische Armee nahmen nur 11 Länder am olympischen Fussballturnier teil.
Bei diesem Turnier wurde eine große Fussballmannschaft
geboren: die ungarische Nationalmannschaft, bald nur noch die
"Wunderelf" genannt, angeführt vom legendären Ferenc
Puskas. Die Ungarn vollbrachten wahre Wundertaten auf dem Rasen,
gewannen alle fünf Spiele, erzielten dabei 20 Tore und ließen nur
zwei Gegentreffer zu.
Wegen des Zweiten Weltkriegs lagen die letzten Olympischen
Spiele zwölf Jahre zurück. Inzwischen hatte der Profifussball an
Bedeutung gewonnen, weshalb die Anzahl der leistungsstarken
Amateure abnahm.
Wegen der wachsenden Bedeutung des Profitums und der
Einrichtung einer regelmäßigen Weltmeisterschaft ließ sich im
Fussball nur noch schwer feststellen, wer Amateur war und wer
nicht. Da man zu keiner Lösung kommen konnte, beschloss das
Internationale Olympische Komitee, bei den Sommerspielen von Los
Angeles 1932 kein Fussballturnier durchzuführen.
Sollte es Zweifel an Uruguays wahrer Stärke bei der Olympiade von 1924 gegeben haben, wurden sie vier Jahre später zerstreut, als die Südamerikaner ihren Titel verteidigten. Acht Spieler von 1924 waren immer noch dabei, darunter Andrade, Jose Nasazzi und Hector Scarone.
Das Olympische Fussballturnier von Paris war keine reine Veranstaltung der Alten Welt mehr, denn eine südamerikanische Mannschaft gab ihr beeindruckendes Debüt - das begeisternd aufspielende Team aus Uruguay.
Nach achtjähriger Unterbrechung wegen des Ersten Weltkrieges kehrte der Fussball in Belgien auf die Weltbühne zurück, wo die berühmte Olympische Flagge mit ihren fünf Ringen zum ersten Mal gehisst wurde.
Zum ersten Mal kam es bei diesem Olympischen Fussballturnier zu einer seltenen Konstellation: die drei Medaillengewinner waren die gleichen wie 4 Jahre zuvor in London, sogar in der gleichen Reihenfolge. Diesmal nahmen schon 11 Mannschaften am Wettbewerb teil, und zum ersten Mal wurde auch außerhalb der Olympiastadt gespielt, nämlich in Rasunda und Traneburg.
Nachdem man es in Athen (1896), Paris (1900) und St. Louis (1904) vergeblich versucht hatte, wurde 1908 in London das erste Olympische Fussballturnier ausgespielt, und Gastgeber Großbritannien gewann wie auch vier Jahre später bei der zweiten Auflage die Goldmedaille. Acht Mannschaften meldeten zusätzlich zu Gastgeber Großbritannien für den Wettbewerb - zwei aus Frankreich, je eine aus Schweden, den Niederlanden, Dänemark, Ungarn und Böhmen, obwohl die beiden letzten Länder ihre Teilnahme später wieder absagten.