36 Minuten lang musste Buru am gestrigen Tag im Stade du Prado leiden, dann endlich konnte er mit seinen Mannschaftskameraden jubeln. Der Spieler, der im vergangenen Jahr maßgeblich an Brasiliens Titelgewinn beteiligt war, musste wegen einer Sperre tatenlos zusehen, wie seine Teamkameraden drei Mal gegen Portugal in Rückstand gerieten, sich letztlich aber doch den Einzug ins Finale von Marseille 2008 sicherten.
"Das war eine echte Qual", seufzte Buru nach dem 5:4-Sieg der Seleção gegen Portugal. "Ich war unglaublich nervös. Ich wollte unbedingt auf dem Feld sein und meinem Team helfen. Es war das erste Mal, dass ich bei einer WM gesperrt war, und es war wahrlich keine schöne Erfahrung."
Die Erfahrung mag Buru nicht gefallen haben, doch das Endergebnis der Partie dafür umso mehr. "Das war ein großartiger Sieg gegen eine sehr starke Mannschaft", sagte er. "Für mich war es das bislang beste Spiel des gesamten Turniers. Das wäre ein großartiges Finale gewesen.
Portugal hat sehr viel erreicht. Die Mannschaft verfügt über eine ganze Reihe herausragender Spieler. Auch heute haben sie sehr stark gespielt. Es war eine ausgeglichene Partie, die durchaus auch anders hätte ausgehen können. Glücklicherweise hat Bruno, als der Druck am größten war, ein wundervolles Tor geschossen und uns damit den Sieg gesichert."
Bruno war jedoch nicht der einzige Spieler, den der FIFA Weltfussballer mit Lob bedachte. "Für mich ist Mao der beste Torhüter der Welt. Er ist ein überaus kompletter Torwart auf dem Gipfel seines Könnens. Auch heute hat er eine Reihe hervorragender Paraden gezeigt und uns damit im Spiel gehalten", so Buru. "Auch Andre war heute immens wichtig, und Benjamin hat erneut entscheidend zum Sieg beigetragen. Für mich ist er einer der drei besten Spieler bei diesem Turnier, gemeinsam mit Belchior und (Roberto) Pasquali."
Wenn Brasilien heute gegen Italien antritt, will Buru sein Team zum dritten WM-Titel in Folge führen. "Ich bin wahnsinnig heiß auf dieses Finale, ich kann kaum erwarten, dass es losgeht! Es war furchtbar, von draußen zuschauen zu müssen. Ich bin ein Spieler, und ein Spieler will immer spielen. Es gibt kein größeres Spiel als das Finale der Weltmeisterschaft. Darauf freue ich mich ungemein."
Italien gilt zwar allgemein als Finalist ohne allzu viel Erfahrung, aber dennoch erwartet Buru eine schwere Aufgabe. "Ein Finale ist immer unglaublich schwer", sagte er. "Wir wissen, dass wir uns auf dem Feld voll und ganz konzentrieren müssen, und wir glauben, dass wir Weltmeister werden. Wir müssen daran glauben."



