Bis zum Viertelfinale der FIFA Beach-Soccer-WM 2008 in Marseille herrschte allgemein die Auffassung vor, dass das Schicksal der Iberer vor allem von Topstar Amarelle abhängen würde. In der Partie gegen Argentinien aber war es nicht der Kapitän, der letztlich für die Entscheidung sorgte - obgleich er auch in diesem Spiel seine Klasse unter Beweis stellte -, sondern sein Mitspieler Nico, der seiner Mannschaft mit zwei Treffern den Einzug in die Vorschlussrunde bescherte.
Hätte er, der passend zum gestrigen Datum am 24. Juli 1976 in Buenos Aires geboren wurde, sich einen besseren Geburtstag wünschen können? "Diese Partie wird mir für immer als ein ganz besonderer Augenblick meiner Karriere in Erinnerung bleiben", so Nico gegenüber FIFA.com. "Es gab verschiedene Faktoren, die dazu führten, dass ich einerseits einen gewissen Druck verspürte, andererseits aber auch außerordentlich motiviert war, ein gutes Spiel zu machen. Zum Glück ist alles so gelaufen, wie ich es mir gewünscht habe."
Während die Statistiker zweifellos seinen spielentscheidenden Doppelpack registriert haben, werden die Zuschauer vor allem die Dominanz der Spanier in dieser Partie im Gedächtnis behalten. Tatsächlich kontrollierten die Schützlinge von Trainer Joaquín Alonso das Spiel faktisch nach Belieben, so dass ihr Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet war.
"Wir waren bereits bestens mit dieser argentinischen Mannschaft vertraut und wussten genau, was wir zu tun hatten. Also haben wir geduldig auf unsere Chancen gewartet und bei jedem unserer Vorstöße das Tempo erhöht.
Am Ende schien das Spiel der Spanier sogar noch besser als in der Anfangsphase, so wie es übrigens auch in den vorangegangenen Partien der Fall war. Der schmächtige Nico mit der Rückennummer sechs ist dafür der beste Beleg.
Nachdem er sich noch kurz vor Beginn der WM-Endrunde eine Verletzung am rechten Knöchel zugezogen hatte, fand Nico erst nach und nach wieder zur gewohnten Leistungsstärke zurück. "Es stimmt, dass ich in der Vorrunde noch nicht in Topform war. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um meinen Mitspielern ausdrücklich für ihre Unterstützung in dieser Phase zu danken. Jetzt hoffe ich, dass bei mir der Knoten in diesem Viertelfinale endgültig geplatzt ist. Ich habe den Eindruck, dass ich von Spiel zu Spiel besser werde. Natürlich werde ich alles daran setzen, dass dies auch bis zum Ende dieses Turnier so bleibt."
Doch auch wenn die Furia Roja nichts anderes im Visier hat als die WM-Trophäe, dazu bedarf es erst einmal eines Triumphes über die Squadra Azzurra, die zuletzt im Viertelfinale eine äußerst solide Leistung bot. Nach ihrem nahezu perfekten Auftritt im Spiel gegen Frankreich werden die Italiener im Halbfinale sicher auf Biegen und Brechen versuchen, auch noch das Finale zu erreichen. Kein Grund zur Beunruhigung für Nico, der zu den routiniertesten Spielern im Team der Spanier zählt.
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Nach dem enttäuschenden Ausscheiden Frankreichs gegen die Azzurri werden dies sicher auch die Zuschauer im Prado-Stadion wünschen, so dass ihr Favorit für das Halbfinale bereits feststehen dürfte.
