Argentiniens Trainer Hector Petrasso hatte ein klares Ziel ausgegeben. Demnach sollte sich seine Mannschaft nicht nur für das Viertelfinale qualifizieren, sondern die Vorrundengruppe C als Tabellenführer abschließen. Dahinter stand natürlich die Erinnerung an die herbe 1:6-Schlappe, die Argentinien im April im Finale der südamerikanischen Beach-Soccer-Meisterschaft gegen Brasilien kassiert hatte. Der 37-jährige Trainer ging richtigerweise davon aus, dass sein Team als Gruppensieger im Viertelfinale von Marseille 2008 nicht auf die alles beherrschende Macht im Beach Soccer treffen würde.
Die meisten Beach-Soccer-Experten waren sich allerdings darin einig, dass die Argentinier dieses Ziel nur mit großer Mühe würde erreichen können. Doch die Albiceleste ließen statt Worten Taten sprechen und zogen nach drei glatten Siegen (5:3 gegen Russland, 5:2 gegen die VAE und 3:0 gegen Kamerun) tatsächlich als ungefährdeter Gruppenerster in die K.o-Runde ein. Daneben gelang es nur Brasilien, die Gruppenphase mit dem Punktemaximum von neun Zählern abzuschließen.
Duell mit dem Champion vorerst vermieden
"Unser Ziel war es, die Gruppe zu gewinnen und Brasilien aus dem Weg zu gehen. Wir sind sehr zufrieden, dass uns das gelungen ist", meinte Torhüter Marcelo Salgueiro nach dem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen Kamerun vom Dienstag. "Wir wussten, dass es nicht leicht werden würde, doch wir haben in allen drei Spielen eine gute Leistung gezeigt und den Gruppensieg verdient. Wir freuen uns sehr, weiterhin in Marseille dabei zu sein. Die Organisation ist ausgezeichnet, das Stadion ist toll und das Spielfeld perfekt."
Argentinien konnte zwar ein Aufeinandertreffen mit dem Titelverteidiger vermeiden, doch jetzt muss sich die Mannschaft gegen das europäische Spitzenteam Spanien durchsetzen, um das Halbfinale zu erreichen. "Gegen Spanien wird es ganz bestimmt nicht leicht. Schließlich haben die Spanier eines der besten Teams der Welt", so die respektvolle Einschätzung Salgueiros.
"Wir sind zuversichtlich"
"Amarelle ist ein großartiger Spieler. Er kann aus dem Nichts heraus ein Tor erzielen und den Lauf des Spiels in einem Sekundenbruchteil auf den Kopf stellen. Zur Vorbereitung auf dieses Spiel werden wir uns zahlreiche Videos der Spanier ansehen. Es wird schwer, doch wir sind zuversichtlich."
Federico Hilaire gibt sich ebenso optimistisch wie sein Teamkamerad. "Spanien hat eine Spitzenmannschaft, aber wir sind überzeugt, dass wir gewinnen können", so der jüngste der drei Hilaire-Brüder. "Wir haben uns mit jedem Spiel gesteigert und können den Beginn des Viertelfinales jetzt kaum noch erwarten. Wir wollen in diesem Turnier so weit wie möglich kommen."



