Nach acht Spielen an zwei Tagen geht die Gruppenphase der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Rio de am Dienstag zu Ende. Dabei spielen sieben Teams, die bereits einen Sieg auf dem Konto haben. Die USA sind der einzige Verlierer. Sie benötigen unbedingt einen Sieg, während die anderen Mannschaften die Viertelfinalteilnahme sicher haben. Psychologische Aspekte und der Wille, bestimmte Gegner zu vermeiden, werden dennoch für interessante Spiele sorgen. Außerdem wartet das Publikum sehnsüchtig auf die ersten Auftritte von Cantona und Romario.
Portugal - USA (16 Uhr Ortszeit)
Es ist stets riskant, Ergebnisse aufgrund früherer Resultate gegen gleiche Gegner vorherzusagen. Portugal jedenfalls hat Japan deutlich geschlagen, während die Asiaten gegen die USA die Nase vorn hatten. Doch sagt dies tatsächlich etwas über die Chancen der Amerikaner am Dienstag aus? Die U.S.-Boys sind jedenfalls überzeugt, dass sie es schaffen können, dafür sorgt schon der stets optimistische Trainer Roberto Ceciliano. Doch wenn sie sich nicht steigern, werden "zwei der allerbesten Beach-Soccer-Spieler der Welt" (O-Ton Trainer Zé Miguel), nämlich Alan und Madjer, leichtes Spiel haben. Portugal könnte theoretisch sogar noch ausscheiden, sollte das Team mit acht Toren Differenz verlieren, doch viel wahrscheinlicher ist es, dass die Portugiesen das Spiel und damit auch die Gruppe gewinnen und dann gegen den Verlierer der folgenden Partie antreten werden.
Uruguay - Ukraine (17.15 Uhr)
Genau diese Aussicht - bei einer Niederlage auf Portugal zu treffen - dürfte für beide Teams Ansporn genug sein. Beide Mannschaften kamen zu klaren Siegen gegen die jungen Südafrikaner, doch dabei boten die Ukrainer eine wesentlich beeindruckendere Leistung. Sie erzielten zwar nur ein Tor mehr (8:1 im Vergleich zum 7:3 der Uruguayer), doch dabei hinterließen sie den Eindruck einer Mannschaft, die in diesem Turnier weit kommen kann - sehr weit. Die Uruguayer hingegen, die über eine viel längere Beach-Soccer-Erfahrung verfügen, müssen sich gegenüber ihrer ersten Partie deutlich steigern.
Frankreich - Argentinien (18.30 Uhr)
Gruppe D endet mit dem sicher sehenswerten Aufeinandertreffen zweier Teams, die im Viertelfinale dem Sieger der Gruppe A aus dem Weg gehen wollen. Dies dürfte Gastgeber Brasilien sein, sofern Spanien im letzten Spiel des Tages nicht eine Sensation gelingt. Diese Perspektive werden Eric Cantona und Carlos Eduardo Juarez als Trainer in den Mannschaftsbesprechungen sicher oft genug betonen. Beide Mannschaften gewannen gegen Australien, doch es ist kaum möglich, aus dem Spiel gegen diesen Gegner Rückschlüsse zu ziehen. Eines der beiden Teams jedenfalls wird auf Brasilien treffen - nicht gerade eine angenehme Aussicht.
Brasilien - Spanien (19.45 Uhr)
Die Seleção tritt gegen die Mannschaft an, die sich als letzte für das Turnier qualifizierte, nämlich Spanien. Nach dem 9:2-Kantersieg gegen Thailand am Sonntag wird es für die Gastgeber gegen Joaquín Alonsos technisch versiertes Team sicher ungleich schwerer. Mit Amarelle, der nach der WM 2003 zum Besten Spieler des Turniers gewählt wurde, steht einer der fünf stärksten Spieler des Turniers in den Reihen der Spanier. Gegen Jorginho, Nenem, Junior Negao und Benjamin muss allerdings nicht nur Amarelle in Bestform sein. Das Publikum freut sich jedoch nicht nur auf dieses Quartett, sondern auch auf Romario, der am Montag mit der Mannschaft trainierte und seinem ersten Einsatz entgegen fiebert.
Spannung zum Abschluss der Gruppenphase
(FIFA.com) Dienstag 10. Mai 2005