Nach dem zweiten Spieltag der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Rio de Janeiro 2005 nimmt das Viertelfinale langsam Gestalt an. Die Gewinner der Begegnungen Brasilien - Spanien, Ukraine - Uruguay und Frankreich - Argentinien werden die ersten Plätze in den Gruppen A, C und D belegen. Die USA müssen Portugal schlagen, wollen sie noch hoffen.
Spanien - Thailand 4:1: Die Furia mit Schwierigkeiten
Lange Zeit sah es so aus, als käme Spanien allenfalls zu einem knappen Arbeitssieg gegen die hartnäckigen Thailänder. Tatsächlich bekam das engmaschige Netz der Mannen des brasilianischen Trainers Marcelo Silveira Mendes auch erst in den Schlussminuten des letzten Drittels Risse. Innerhalb von Sekunden schenkte David den Thailändern zwei Treffer ein - das Ende aller Hoffnungen für die Südostasiaten. "Wir haben uns zwei grobe Schnitzer geleistet, die zu zwei Toren geführt haben", räumte der Trainer ein. "Wir hätten vielleicht auch einen Strafstoß bekommen können, aber so ist Fussball, das muss man akzeptieren. Für meine Spieler war es eine großartige Erfahrung, erst gegen Brasilien und dann gegen Spanien zu spielen. Wenn wir eine bessere Vorbereitung gehabt hätten, hätten wir vielleicht besser abgeschnitten. Wenn das nächstes Jahr der Fall ist, bin ich sicher, dass wir unter die letzten Vier kommen können." Diesen Platz hat jetzt Spanien im Visier, das schon für das Viertelfinale qualifiziert ist.
USA - Japan 2:3: Mit dem "sechsten Mann" zum Erfolg
Das wohl mit Abstand schönste Spiel dieser ersten Runde bei der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft endete mit der sehr wahrscheinlichen Viertelfinalqualifikation Japans. Die USA müssen nun notgedrungen Portugal schlagen, wollen sie ihre Abreise aus Rio noch hinauszögern. Aber es war ein Spiel, das von den Chancen her ebenso gut anders herum hätte ausgehen können. Die Partie zweier taktisch sehr reifer Mannschaften entschied sich erst kurz vor Schluss. Das Tor von Nakamura gab letztlich den Ausschlag - sehr zur Freude des japanfreundlichen brasilianischen Publikums. "Wir haben heute Abend mit sechs Mann gespielt", musste selbst Japans Trainer Ramos Rui hinterher zugeben.
Argentinien - Australien 3:1: Aussies lernen schnell
Wenn die argentinischen Albicelestes bereits nach nur einer absolvierten Begegnung für das Viertelfinale qualifiziert sind, so verdanken sie dies zum größten Teil ihrer Routine. Denn gegen eine australische Mannschaft, die seit gerade einmal drei Wochen Beach Soccer spielt, gab die Erfahrung der argentinischen Auswahl den Ausschlag. Aber Australiens Trainer Adrian Santrac zog genau daraus positive Schlüsse: "Hätte dieses Turnier länger gedauert, hätten wir zweifellos begonnen, mitzuhalten. Ich bin sehr stolz auf das, was meine Spieler hier geleistet haben. Jetzt müssen wir zu Hause nur noch ein Entwicklungsprogramm für diese Sportart auf die Beine stellen. Aber das Interesse der FIFA am Beach Soccer wird uns dabei helfen." Argentinien muss ab morgen ein anderes Gesicht zeigen, will es mit den Besten konkurrieren.
Ukraine - Südafrika 8:1: Mit voller Konzentration gegen müde Gegner
Wunder hat niemand von der jüngsten Mannschaft dieser FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft erwartet. Vielmehr hoffte man eher, das Schicksal möge es nicht zu schlecht mit ihr meinen. Noch müde von der Begegnung gegen Uruguay am Vortag erlebten die Südafrikaner am zweiten Spieltag jedoch einen Albtraum erleben. Der in ihrem Engagement nie nachlassenden ukrainischen Mannschaft hatten die Männer vom Kap der Guten Hoffnung nicht viel entgegenzusetzen. Darren Dicks konnte immerhin noch einen Ehrentreffer erzielen. Die Ukraine ließ keinen Schlendrian aufkommen und bestätigte ihren Ruf als eine der bersten Mannschaften der Welt. Die anderen Teams werden es aufmerksam registriert haben.