Die spanische Furia ist erfolgreich in die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Rio de Janeiro 2005 gestartet. Aber die konstant aufstrebenden Thailänder haben es den Iberern schwerer gemacht, als denen lieb sein konnte. Vor dem Aufeinandertreffen mit Brasilien morgen haben Amarelle und Co. die Viertelfinalteilnahme bereits sicher.
"Wir sind heute der zweitbesten Mannschaft der Welt unterlegen und haben ihr lange Zeit die Stirn geboten. Ich bin daher zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, auch wenn ich glaube, dass wir sogar Siegchancen gehabt haben. Wir haben für ein paar Fehler teuer bezahlt", erklärte Marcelo Silveira Mendes nach der Partie.
Auch wenn sich die Spanier erst als letzte Mannschaft für die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft qualifiziert haben, zählen sie dennoch zu den Favoriten. Warum, wurde von der ersten Minute am Strand von Rio de Janeiro klar. Mit exzellenter Laufarbeit und Raumaufteilung ließen sie die Thailänder kaum an den Ball kommen.
Doch zur allgemeinen Überraschung hatten die Südostasiaten im ersten Durchgang die größeren Chancen. Ein von Robert geklärter Freistoß und ein Pfostenschuss: das waren die einzigen nennenswerten Aktionen in den ersten 12 Minuten.
Danach beschlossen die Spanier offensichtlich, ihre überlegene Schnelligkeit auszuspielen. Amarelle kam zentral vor dem Tor an den Ball, lupfte ihn an und schloss mit einem der Drehschüsse ab, die er so meisterlich beherrscht (1:0). Es war ein Tor der Marke "Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?".
Richtig turbulent aber wurde es erst in der letzten Spielperiode. Nach der ersten Blauen Karte des Turniers hämmerte Amarelle den anschließenden Freistoß mit rechts auf das gegnerische Gehäuse. Der Torwart konnte klären, aber Spaniens Stürmerstar traf aus dem Gewühl heraus mit einem wunderschönen Lupfer - diesmal mit links - in den Winkel (2:0). Doch noch in derselben Minute sorgte Y. Polasak nach einer Hereingabe dafür, dass seine Elf noch im Spiel blieb (2:1). Aber die Spanier hatten da wohl schon beschlossen, nichts mehr anbrennen zu lassen. Also machte David mit einem Doppelpack den Endstand perfekt (4:1).
Spanien ist damit für das Viertelfinale qualifiziert. Jetzt geht es nur noch darum zu ermitteln, wer Platz 1 in Gruppe A belegen wird. Die Entscheidung fällt im mit Spannung erwarteten Spiel zwischen Spanien und Brasilien.
Aber Spaniens Trainer Joaquín Alonso wollte zunächst einmal nur durchatmen und nicht an das Spitzenspiel denken: "Das war schwer! Diese thailändische Mannschaft spielt immer gut und hat uns reichlich Schwierigkeiten bereitet. Wir haben uns schwer getan, aber das Wichtigste ist, dass wir uns qualifiziert haben. Morgen ist ein neuer Tag und ein ganz anderes Spiel."
Schiedsrichter: Pedro Infante (VEN), Pinto Correa (POR), Stefan Fassler (SUI).