Zum Auftakt der FIFA Beach Soccer-Weltmeisterschaft Rio de Janeiro 2005 kam Uruguay zu einem ungefährdeten 7:3-Sieg gegen Südafrika. Allerdings gebührt den Männern vom Kap der Guten Hoffnung wegen ihrer Leistung großer Respekt. Während der Sieg der Uruguayer zu keiner Zeit in Gefahr war, spielten die Südafrikaner mit viel Leidenschaft und einer beeindruckenden Organisation - insbesondere wenn man bedenkt, wie jung und unerfahren dieses Team noch ist.
"Es war unser erstes Spiel und wir waren zu Beginn doch etwas angespannt, aber letztlich haben wir gut gespielt. Im Verlauf der Partie wurden wir immer besser. Unser nächstes Spiel wird jedoch sicher viel schwerer werden. Wir wussten natürlich, dass die Ukrainer sich das Spiel ganz genau anschauten und haben deswegen nicht alle unsere taktischen Finessen gezeigt. Ich war von den Südafrikanern sehr beeindruckt. Sie sind eine sehr schnelle Mannschaft, ganz eindeutig ein Team der Zukunft", meinte Uruguays Trainer Gustavo Sanchez nach dem Spiel.
Der Altersdurchschnitt bei den Südafrikanern liegt bei knapp 18 Jahren. Gegen die Südamerikaner, die in der Qualifikation zum Turnier hinter Brasilien den zweiten Platz belegten, hatten die Spieler aus Südafrika sicher Schlimmeres befürchtet. In der Startaufstellung der Afrikaner standen Frazer, Dicks, Francisco, Ntwanambi und Gumede, während für Uruguay Diego, Seba, Jorge, Martin und Chueco das Spiel begannen.
Zunächst sah es so aus, als müsse es eine völlig einseitige Partie werden: Südafrika war nicht nur in punkto Alter und Erfahrung klar unterlegen, sondern auch was Körpergröße und kraft angeht. Doch diesen Nachteil wollten die Südafrikaner durch Einsatz und Schnelligkeit im Sand wettmachen.
Schon früh ging Uruguay in Führung. Martin, der zuvor von Gumede gefoult worden war, jagte den Ball ins gegnerische Tor. Doch Südafrika schlug sofort zurück: Francisco setzte unmittelbar nach dem Wiederanpfiff einen Volleyschuss ins Netz. Doch bereits zum Ende des ersten Durchgangs hatten die Uruguayer die Sache fest im Griff, nachdem Chueco und German die Führung auf 3:1 ausgebaut hatten.
In der zweiten Spielperiode erhöhten die Südamerikaner zunächst durch Fabian, doch Mthembu gelang kurz darauf der Anschlusstreffer zum 4:2. Wie erwartet hatte Südafrika in der dritten Spielperiode größere Probleme. Ricar erzielte gegen die erschöpften Südafrikaner zwei weitere Treffer und auch Martin trug sich in die Torschützenliste ein. Mit seinem zweiten Volley-Tor stellte Francisco schließlich den Endstand von 7:3 her.
Südafrikas Trainer Shezi Lidani zeigte sich nach dem Match zufrieden: "Ich bin mit unserer Leistung zufrieden, schließlich muss man bedenken, wie viel Erfahrung uns im Vergleich zu unserem Gegner fehlte. Wir können uns im Laufe des Turniers in jedem Fall steigern, davon bin ich überzeugt."