Am ersten Wettkampftag der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft  Rio de Janeiro 2005 haben die favorisierten Teams relativ leichte Aufgaben zu lösen. Aber wie es im Sport nun einmal ist, Überraschungen sind immer möglich. Von daher sind auch die Spiele am heutigen Sonntag  nicht ohne Interesse und Spannung.

Gruppe D: Südafrika kann ohne Druck aufspielen (9.00 Uhr Ortszeit)
Als die mit Abstand jüngste Mannschaft bei dieser FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft (ihr Altersdurchschnitt liegt bei 18 Jahren) präsentiert sich das Team aus Südafrika seit einigen Tagen in Rio de Janeiro. Ob beim Bummeln in der Stadt oder beim Training am Strand, die Südafrikaner strahlen sämtlich eine große Lockerheit aus. Und als während der europäischen Qualifikationsrunde auf den Rängen gesungen und getanzt wurde, waren die Jungs aus Südafrika ebenfalls mit von der Partie.
Gegen das überaus erfahrene Team aus Uruguay wird es für die Südafrikaner indes weniger lustig zugehen. Sie sind gekommen, um dazu zu lernen, und werden mit Sicherheit viel aus dem Auftaktspiel mitnehmen. Für Uruguay gilt es zunächst, sich eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, bevor es am kommenden Dienstag gegen die Ukraine um den Gruppensieg geht.

Spielfrei: Ukraine

Gruppe C : Beach-Soccer-Debüt für Australien (10.15 Uhr Ortszeit)
Wenn die 36 Minuten Spielzeit gegen Frankreich vorüber sind, wird das australische Team sein erstes Pflichtspiel im Beach Soccer überhaupt hinter sich haben. Und man kann sich leicht vorstellen, dass den Australiern dafür ein weniger schwerer "Brocken" lieber gewesen wäre. Der renommierte australische Trainer Adrian Santrac brachte es auf den Punkt, als er die Ausgangslage für seiner Mannschaft analysierte: "Wir haben eine echt schwere Gruppe erwischt. Es ist allgemein bekannt, dass uns Frankreich und Argentinien hoch überlegen sind. Wir hatten zwar nicht viel Zeit für die Vorbereitung, aber wir werden versuchen, unser Bestes zu geben. Wir sind hierher gekommen um zu lernen".

Für Eric Cantona und sein Team stellt sich die Lage weitaus günstiger dar. Die Franzosen, die von vielen zu den besten Mannschaften der Welt gezählt werden, haben sich das Ziel gesetzt, so weit wie möglich zu kommen und selbst - warum nicht - nach dem Titel zu greifen. Der Einzug ins Viertelfinale gilt als sicher. Den Grundstein dazu soll ein klarer Sieg gegen Neuling Australien legen.

Spielfrei : Argentinien

Gruppe A: Das Meisterteam tritt in Aktion (11.30 Uhr Ortszeit)
Ein ganzes Volk steht voller Erwartungen hinter dem gastgebenden Team. Der neunfache Beach-Soccer-Weltmeister Brasilien will seine Favoritenstellung natürlich auch unter dem neuen WM-Format beweisen. Wer die Brasilianer in den vergangenen Tagen beim Training beobachtete, der konnte sehen, wie die  Auriverde schon mal einen Vorgeschmack auf ihr Können gaben, denn was ihre technischen Fertigkeiten betrifft, so sind die Brasilianer den meisten Teams weit voraus.
 
Ihre Gegner werden sich darauf einstellen müssen, dass der Ball größtenteils vor ihrem eigenen Tor gespielt werden wird. Aber auch das Team aus Thailand kann einige Qualitäten und Meriten aufweisen. Als Vierter der Weltmeisterschaft 2002 war Thailand damals immerhin gegen Frankreich (5:4) und Spanien (4:3) erfolgreich. In diesem Jahr möchte Thailand natürlich ähnlich gut abschneiden. Angesichts der starken Gruppengegner (eben Brasilien und Spanien) werden es die Schützlinge von Trainer Marcelo Silveira Mendes allerdings recht schwer haben.

Spielfrei: Spanien

Gruppe B: Portugal will Tradition fortsetzen (12.45 Uhr Ortszeit)
Bei den letzten sechs Beach-Soccer-Weltmeisterschaften konnte sich Portugal fünf Mal unter den besten drei Teams platzieren. Von daher steht die Klasse dieser Mannschaft außer Frage. Ähnlich wie Brasilien wissen die Portugiesen durch ihre ebenso spektakuläre wie effiziente Spielweise zu gefallen. In diesem Jahr haben sie sich als Minimalziel das Erreichen des Halbfinales gesetzt.

Auf dem Weg dahin müssen sie zunächst gegen Japan gewinnen. Auch wenn Beach Soccer im Land der aufgehenden Sonne noch in den Kinderschuhen steckt, so haben die Japaner in Asien die absolute Vorreiterrolle in dieser Sportart inne. Mit ihrem Trainer brasilianischer Abstammung, dem in Japan eingebürgerten Ramos Rui, der früher selbst Profifussballer war und in Japan wie ein Star gefeiert wird, werden die Japaner alles daran setzen, in ihrer Gruppe entscheidend mitzumischen. Ihre Gegner sind die USA und im Auftaktspiel die starken Portugiesen, gegen die es alles andere als leicht sein wird.

Spielfrei: USA