Sie sind zwar die besten und erfahrensten Beach-Soccer-Schiedsrichter der Welt, aber auch für sie ist diese Weltmeisterschaft der FIFA eine Premiere. Entsprechend gibt es wie bei jedem vom Weltfussballverband organisierten Turnier Treffen, Trainingseinheiten und Leistungstests. Wenige Stunden vor dem Anpfiff des Turniers sind alle bereit - "For the good of the game", wie es so treffend heißt.

Ihnen ist es zu verdanken, dass ein Spiel unter den bestmöglichen Bedingungen abläuft. Die Rede ist natürlich von den Schiedsrichtern, und es ist immer gut, deren Wichtigkeit noch einmal herauszustreichen. Und wenn ein Wettbewerb so neu ist wie diese FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft, dann ist schon mal etwas mehr Planung nötig als sonst üblich.

Seit die Offiziellen dieses Wettbewerbs in Brasilien angekommen sind, haben sie mitnichten arbeitsfrei. Nach einem Treffen zur Präsentation des Wettbewerbs und der neuen Führungsrolle der FIFA darin stand für die Unparteiischen gleich ein Leistungstest auf dem Programm. Unmittelbar nach den letzten europäischen Qualifikationsspielen hieß es für die Schiedsrichter: Platz nehmen im Sand des wunderschönen Stadions von Rio de Janeiro und Ohren spitzen.
 
16 Schiedsrichter aus aller Welt
Diese Workshops unter Leitung eines der Pioniere des Beach Soccer, des Brasilianers Edmundo Lima Filho, haben zum Ziel, den Auslegungsspielraum für die Regeln möglichst klein zu halten. "Die Regeln liegen in Schriftform vor und sind eindeutig", betont Edmundo. Ergebnis des Treffens der Technischen Studiengruppe am nächsten Tag: Man geht so weit wie möglich ins Detail, "um sicher zu sein, dass auch alles klar ist".

Von der Haltung der Schiedsrichter auf dem Platz über das Schmuckverbot für Spieler, Akrobatikeinlagen der Spieler und das Verhalten an der Auswechselbank bis hin zur Frage, welches Foul welche Karte nach sich zieht - sämtliche Regeln des Spiels werden von den 16 für diese erste FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft ausgewählten Schiedsrichtern wieder und wieder durchgegangen. Und das, obwohl eigentlich nur das "Golden Goal" abgeschafft wurde, seit die FIFA die Regelaufsicht übernommen hat.

Bei Offiziellen, die teilweise schon seit zehn Jahren Beach-Soccer-Spiele leiten, steht natürlich der Gedanke des Fairplay besonders im Vordergrund. Da sie zudem buchstäblich aus aller Welt kommen (sieben Brasilianer, zwei Portugiesen, ein Chilene, ein Belgier, ein Franzose, ein Uruguayer, ein Vertreter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, aus Venezuela sowie der Schweiz) geht es auch um eine Art länderübergreifendes, internationales Abenteuer. Ideale Bedingungen also, damit die erste FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft ein voller Erfolg wird.