Zwei Tage noch, dann startet die erste FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft - und die Spannung steigt an der weltberühmten Copacabana von Rio de Janeiro. Schon früh um zehn Uhr morgens zeigt das Thermometer 28°C an - ideale Bedingungen also für ein Fünf-gegen-Fünf-Spielchen am Strand.

Bevor allerdings das Turnier losgehen kann, gibt es noch eine "Kleinigkeit" zu erledigen: Der letzte Teilnehmer muss ermittelt werden. Österreich, Italien, Spanien und die Schweiz spielen am Freitag und Samstag den noch verbleibenden Qualifikanten aus - sozusagen als Appetitanreger für das Publikum, das bereits jetzt in Scharen an Brasiliens bekanntesten Strand pilgert, nur um die Spieler trainieren zu sehen.

Am Donnerstag etwa drehten Italiener und Portugiesen nach ihrer elfstündigen Anreise und dem Einchecken im Team-Hotel erste lockere Runden am Strand. Dem kurzen Warmmachen folgten ein kleines Trainingsspiel und ein Elfmeterschießen. Dieser letzte Teil des Trainings hat seinen Grund - schließlich gibt es bei der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Rio de Janeiro 2005 kein Unentschieden. Steht auch nach einer Verlängerung kein Sieger fest, wird dieser im Elfmeterschießen ermittelt.

Mit dem Zuckerhut als malerischer Kulisse für das Stadion bietet Rio sicherlich das perfekte Ambiente für diesen Wettbewerb. Die Jogger, die schon früh morgens um sechs Uhr die Weite des Strands nutzen, erfreuen sich an den zahlreichen im Sand eingelassenen Fussballpfosten. Kein Wunder, dass die Brasilianer als Titelfavorit gelten - die Leidenschaft für das Spiel ist überall spürbar.
 
Das wunderschöne Stadion liegt nur wenige Meter vom rauschenden Atlantik entfernt. Das Wasser glitzert azurblau und müsste bei den Italienern eigentlich heimatliche Gefühle wecken, aber im Gegensatz zum Strand von Rimini sind hier nur wenige Schwimmer anzutreffen. Dazu sind die Wellen einfach zu hoch, und die Strömung ist zu stark. Schwimmen kann man nur weiter oben an der Küste. Sonnenanbeter gibt es jedoch in rauen Mengen. Perfekt gebräunt drängen sie sich nah am Wasser. Selbst die in der Nähe trainierenden italienischen und portugiesischen Spieler könnten sich da ein bisschen bleich und käsig vorkommen.

Uruguay trifft am Abend als letztes Team ein, während andernorts letzte Hand an das 10.000 Zuschauer fassende Stadion gelegt wird. Allerdings gönnen sich die Arbeiter öfter mal eine Auszeit, wenn sich ihnen auf der berühmten Strandpromenade ein attraktiver Anblick bietet.

Die Leute, das Ambiente, das Stadion: Alles ist perfekt. Jetzt können sich die Beach-Soccer-Fans auf die besten Spieler der Welt freuen.