Klar, ein Romario oder ein Gustavo Poyet werden bei dieser FIFA-Weltmeisterschaft im Beach Soccer sicherlich von sich reden machen. Andere aber sind bereits echte Stars in dieser Disziplin. Werfen Sie mit FIFA.com einen Blick auf diese Spieler, die der großen Öffentlichkeit vielleicht (noch) nicht so bekannt sind, aber jede Menge Talent besitzen.

Jorginho (Brasilien)
Jorginho wird von vielen als der Beach-Soccer-Spieler schlechthin betrachtet. Und wenn es tatsächlich einen Akteur gibt, von dem das Spiel der brasilianischen Auswahl abhängig ist, dann ist er es. Jorge Augusto Gabriel ist nicht der Robusteste (1,74 m bei 69 kg), aber von der Technik her der Größte. Er hat die verrücktesten Tricks drauf, drückt jeder Partie seinen Stempel auf und kann ein Spiel, wie es so schön heißt, allein entscheiden. Mit 246 Toren ist er zweitbester Torschütze in der Geschichte der Seleção und es sieht nicht so aus, als wolle sich das in absehbarer Zeit ändern. Erst bei der vorigen Copa América wurde er mit acht Toren in fünf Spielen wieder einmal zweitbester Torschütze. Fazit: Der Mann ist gesetzt!

Didier Samoun (Frankreich)
Vom Stil her ist der Franzose Didier Samoun ein ganz anderer Typ, aber er behauptet sich trotzdem (oder gerade deswegen) schon seit Jahren unter den besten Drei des Beach Soccer. Dank seiner beeindruckenden Physis ist er in der Defensive ebenso stark wie im Abschluss. In der französischen Auswahl ist er der Chef. Mit ihm steht und fällt das taktische Konzept. Zudem ist Samoun erst 24 Jahre alt. Damit verkörpert er die Zukunft beim amtierenden Europameister, der nun nach noch höheren Weihen strebt. Die Gelegenheit dazu hat er dieses Jahr. An der legendären Copacabana kann er aller Welt zeigen, was er drauf hat.

Amarelle (Spanien)
Amarelle ist so etwas wie der David Beckham des Beach Soccer: Er hat das Gesicht eines Models und einen brandgefährlichen linken Fuß. Wenn es ihm gelingt, sich mit seiner Mannschaft für die erste FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft zu qualifizieren, wird er sicherlich viele Leute sprachlos machen. Ramiro Figueiras Amarelle war früher Profi bei La Coruña. Heute ist er einer der besten Vertreter des Strandfussballs. Zwar hat Spanien seinen Europameistertitel abgeben müssen, aber mit Siegen gegen Österreich, Italien und die Schweiz am 6. und 7. Mai können die Spanier diese Scharte vielleicht schon bald wieder auswetzen. Dazu freilich setzt die Mannschaft ganz auf Inspiration durch ihren Kapitän.

Júnior Negão (Brasilien)
Er ist das Denkmal in dieser Disziplin. Mit seinen 40 Jahren hat er noch keine der zehn Weltmeisterschaften im Beach Soccer verpasst. Neun Mal war er somit schon dabei, und noch immer ist er so sieges- und erfolgshungrig wie am ersten Tag. Das Alter kann ihm augenscheinlich nichts anhaben. Mehr noch: Bei der Copa América im März wurde er sogar zum spektakulärsten Spieler des Turniers gewählt. Mit 241 Toren ist er der drittbeste Torschütze in der Geschichte der Seleção. Für die neue Generation brasilianischer Spieler ist er die Führungsfigur, und zweifelsohne will er "auf seine alten Tage" seinen ersten Titel bei einer FIFA-Beach-Soccer-Weltmeisterschaft holen.
 
Madjer (Portugal)
João Vítor Tavares Peneda Saraiva, genannt "Madjer" ist der Star im Beach Soccer Portugals. Der schlaksige Torjäger (1,94 m, 76 kg) wurde 2000, 2001, 2002 und 2004 zum besten Torschützen und Spieler Europas gewählt. Madjer ist ein Bewunderer von Mannschaftskamerad Alan und Brasiliens Star Ronaldinho. Von ihnen lässt er sich auch in seinem Spiel inspirieren. Beim Futsal hat er sich sein geniales linkes Füßchen antrainiert, mit dem er bei praktisch jedem Schuss wahre Wunderdinge vollbringen kann. Er ist agil und beweglich und geizt nicht mit spektakulären Aktionen.

Alan (Portugal)
Alan Cavalcanti ist im brasilianischen Recife zur Welt gekommen, aber inzwischen in Portugal eingebürgert. Aus seinem Geburtsland hat er jedoch zweifelsohne die typisch brasilianischen Technikqualitäten mitgebracht. Alan ist ein fast reiner Linksfuß, der zusammen mit Madjer eines der besten und gefürchtetsten Offensivtandems der Welt bildet. Bei der Weltmeisterschaft 2001, dem Jahr des portugiesischen Triumphs, glänzte der Ausnahmestürmer vor allem in der Kunst des entscheidenden Passes. Als amtierender Vizeeuropameister möchte Alan in diesem Jahr zeigen, warum man die Portugiesen so gern die 'Brasilianer Europas' nennt.

Noch mehr Namen, die man sich merken sollte: Neném, Benjamin, Romario (Brasilien); Noël Sciortino, Jair Cardoso, Eric Cantona (Frankreich); Hernani, Belchior (Portugal); Francis Farberoff (USA); Ezequiel López Hilaire (Argentinien); Sebastián Castro (Uruguay); Stephan Meier (Schweiz).