Am Ende eines rundum gelungenen Qualifikationsturniers standen die Teilnehmer des amerikanischen Kontinents an der ersten FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft fest. Neben Gastgeber Brasilien werden Uruguay, die USA und Argentinien im Kampf um die WM-Krone vertreten sein.

Die acht zum Amerika-Qualifikationsturnier angereisten Teams kämpften am Strand der Copacabana in brütender Hitze um drei Teilnahmeplätze bei der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft, die im Mai an gleicher Stelle in Rio de Janeiro ausgetragen wird. Das Turnier brachte keine großen Überraschungen sondern bestätigte die bekannten Qualitäten einiger Teams.

In der ersten Runde offenbarten weder die USA noch Argentinien irgendwelche Schwächen und zogen ohne Probleme ins Halbfinale ein. Noch souveräner taten dies Brasilien und Uruguay. Höchstes Lob gebührt dem Team der Auriverde, das gegen Mexiko am letzten Spieltag der Vorschlussrunde einen beeindruckenden 23:3-Sieg (u. a. sechs Treffer durch Neném, fünf durch Negão Junior, vier durch Juninho und drei durch Bruno) landete.

Angeführt von ihren Topspielern Martín (acht Treffer) und Seba (sieben Treffer) hatten die Uruguayer eine betont offensiv eingestellte Mannschaft(22 Tore in fünf Spielen) aufgeboten. Uruguay, das bisher schon zwei Mal (1996 und 1997) im Endspiel der Beach-Soccer-Weltmeisterschaft stand, hat sich für das WM-Turnier vom 8. bis 15. Mai dieses Jahres also einiges vorgenommen.

Romario auf der Bank
Als ein weiterer Höhepunkt dieses Qualifikationsturniers war allgemein der Auftritt des brasilianischen Topstars Romario am Beach-Soccer-Strand erwartet worden. Leider wurde daraus nichts. Der Fussball-Weltmeister von 1994 verletzte sich im ersten Spiel der Auriverde bereits nach wenigen Minuten und musste fortan den Siegeszug seiner Mitspieler von der Bank aus verfolgen. Allerdings ist damit sein Beach-Soccer-Debüt lediglich verschoben, denn der brasilianische Verband ließ unmissverständlich durchblicken, dass der Einsatz des früheren Torjägers vom FC Barcelona bei der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft als sicher gelte.
 
Die beiden restlichen WM-Teilnehmer - USA und Argentinien - kassierten ihre jeweils einzige Niederlage im direkten Aufeinandertreffen mit den "Giganten" aus Brasilien und Uruguay. Im Spiel um den dritten Platz mussten sich die Albicelestes dann den Nordamerikanern geschlagen geben. Somit war die Platzierung am Ende im logischen Bereich geblieben, hatte man doch eben diese vier Teams ganz vorn erwartet.

Brasilien, das auf dem amerikanischen Kontinent unbestritten als die Beach-Soccer-Nation schlechthin gilt, gibt sich nun zuversichtlich im Hinblick auf das bevorstehende Kräftemessen mit den anderen Großen dieses Sports, zu denen vor allem Frankreich und Portugal zu zählen sind. Am 8. Mai ist es soweit. Denn dann beginnt die FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Rio de Janeiro 2005.

Die Ergebnisse im Überblick

Gruppe A
Kanada - Mexiko  4:1
Brasilien - USA 11:2
Brasilien - Kanada  6:1
Mexiko - Kanada  2:7
USA - Kanada  5:3
Brasilien - Mexiko  23:3

Qualifiziert: Brasilien, USA

Gruppe B
Argentinien - Venezuela 3:0
Uruguay - Peru  7:2
Peru - Argentinien  3:4
Venezuela - Uruguay 2:4
Peru - Venezuela  8:3
Uruguay - Argentinien 4:1

Qualifiziert: Uruguay, Argentinien

Halbfinale
Brasilien - Argentinien 2:0
Uruguay - USA  5:1

Spiel um den dritten Platz
USA - Argentinien   4:2

Endspiel
Brasilien - Uruguay  5:2

Tabelle:
1. - Brasilien
2. - Uruguay
3. - USA
4. - Argentinien
5. - Peru - 3 Punkte (Torverhältnis: -1)
6. - Kanada - 3 Pkt. (-4)
7. - Venezuela - 0 Pkt. (-10)
8. - Mexiko - 0 Pkt. (-28)

Torschützenliste:
11 Treffer: Neném (BRA)
8 Tore: Jorginho (BRA), Negão Junior (BRA), Martín (ARG)
7 Tore: Juninho (BRA) und Seba (URU)

Insgesamt fielen 129 Tore in 16 Spielen. Das entspricht einer durchschnittlichen Trefferquote von 8,06 Toren pro Spiel

Bester Torhüter: Salgueiro (ARG)
Spektakulärster Spieler: Negão Junior (BRA)